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WEG - Eigentümerversammlung - Pflichten der Hausverwaltung?

Magnus Warker
10.10.2010 - 09:17
Hallo,

in dem Protokoll einer Eigentümerversammlung steht in etwa folgendes:

"TOP 8: Beschluss über die Einrichtung einer Satellitenanlage

Der Kabelanschluss ... wird zum schnellstmöglichen Zeitpunkt gekündigt. Zur
Versorgung der Wohnung wird eine Satellitenempfangsanlage errichtet. ...
Der Verwaltungsbeiratsvorsitzende ... wird die Abwicklung dieser Maßnahme
betreuen. Seine Aufwendungen sollen ihm ... vergütet werden.
"

Der Verwaltungsbeirat wurde zwischenzeitlich aufgelöst und steht damit nicht
mehr für die Betreuung zur Verfügung.

Wie bindend ist vor diesem Hintergrund der Beschluss? Ist die Hausverwaltung
verpflichtet, den Beschluss dennoch umzusetzen und die wegfallenden
Beratungsleistungen ggf. anderweitig zu beschaffen? Oder kann sie den
Vorgang aufgrund des Wegfalls der Beratungsleistungen einfach "ruhen"
lassen?

Welche Ansprüche haben die Eigentümer, über den Sachstand informiert zu
werden, insbesondere vor dem Hintergrund, dass neu angeschaffte Geräte
(DVD-Recorder, etc.) evtl. nicht mehr nutzbar sind?

Danke!
Magnus

GERD KOHL
10.10.2010 - 09:33
X-No-Archive: Yes

Magnus Warker schrieb/wrote am/on 10.10.2010 09:17

Der Verwaltungsbeirat wurde zwischenzeitlich aufgelöst und steht damit nicht
mehr für die Betreuung zur Verfügung.

Was wurde denn bei der Aufloesung ueber die unerledigten Aufgaben
vereinbart?

--
GERD KOHL
LOESCHDASgerd.email@anonym

*** Wichtig - Important ***
========================================================================
(bei Antwort unbedingt "LOESCHDAS" aus meiner E-Mail-Adresse loeschen)
(to reply please remove "LOESCHDAS" from my e-mail-address)
========================================================================

Magnus Warker
10.10.2010 - 09:41
GERD KOHL wrote:

X-No-Archive: Yes

Magnus Warker schrieb/wrote am/on 10.10.2010 09:17

Der Verwaltungsbeirat wurde zwischenzeitlich aufgelöst und steht damit
nicht mehr für die Betreuung zur Verfügung.

Was wurde denn bei der Aufloesung ueber die unerledigten Aufgaben
vereinbart?

In demselben Protokoll, in dem der Beschluss über die Errichtung der
Satellitenanlage wiedergegeben wird, findet sich am Ende lediglich folgende
Aussage:

"Dem Verwaltungsbeirat ist ... die beratende Tätigkeit in Sachen
Satellitenempfangsanlage nicht mehr möglich."

Die Auflösung des VB erfolgte zeitlich nach dem Beschluss zur
Satellitenanlage.

Magnus

Kurt Guenter
10.10.2010 - 10:58
Magnus Warker <email@anonym; schrieb:

Der Verwaltungsbeirat wurde zwischenzeitlich aufgelöst und steht damit nicht
mehr für die Betreuung zur Verfügung.

ein Verwaltungsbeirat kann nicht aufgelöst _werden_.

entweder werden die Mitglieder neu gewählt oder sie treten zurück.

Wie bindend ist vor diesem Hintergrund der Beschluss? Ist die Hausverwaltung
verpflichtet, den Beschluss dennoch umzusetzen

ja.

und die wegfallenden Beratungsleistungen ggf. anderweitig zu beschaffen?

nein. Es ist originäre Aufgabe des VwBR, den Verwalter zu
unterstützen. Wenn es keinen gibt, gibts auch keine Unterstützung. Das
ist aber unabhängig vom Bestehen eines VwBR.


Oder kann sie den Vorgang aufgrund des Wegfalls der Beratungsleistungen einfach "ruhen"
lassen?

Nein, es gibt einen gültigen Beschluss.

Welche Ansprüche haben die Eigentümer, über den Sachstand informiert zu
werden,

keinen. Informationen sind i.d.R. Holpflichten. Ihr hättet
beschliessen sollen, dass der Verwalter lfd. informiert.

insbesondere vor dem Hintergrund, dass neu angeschaffte Geräte
(DVD-Recorder, etc.) evtl. nicht mehr nutzbar sind?

das war doch schon zum Zeitpunkt der Beschlussfassung klar.



Kurt Guenter
10.10.2010 - 10:59
Magnus Warker <email@anonym; schrieb:

In demselben Protokoll, in dem der Beschluss über die Errichtung der
Satellitenanlage wiedergegeben wird, findet sich am Ende lediglich folgende
Aussage:

"Dem Verwaltungsbeirat ist ... die beratende Tätigkeit in Sachen
Satellitenempfangsanlage nicht mehr möglich."

was seid ihr für ne komische Gemeinschaft, wo man beim Beschluss noch
nicht weiss, dass der VwBR gar nicht zur Verfügung steht?


Die Auflösung des VB erfolgte zeitlich nach dem Beschluss zur
Satellitenanlage.

in welcher Form fand die 'Auflösung' statt?



Magnus Warker
10.10.2010 - 14:25
Hallo Kurt!

Kurt Guenter wrote:

Magnus Warker <email@anonym; schrieb:

In demselben Protokoll, in dem der Beschluss über die Errichtung der
Satellitenanlage wiedergegeben wird, findet sich am Ende lediglich
folgende Aussage:

"Dem Verwaltungsbeirat ist ... die beratende Tätigkeit in Sachen
Satellitenempfangsanlage nicht mehr möglich."

was seid ihr für ne komische Gemeinschaft, wo man beim Beschluss noch
nicht weiss, dass der VwBR gar nicht zur Verfügung steht?

Das ist mit etwas Anstrengung durchaus nachvollziehbar, z. B. wenn der
Rücktritt des VB ca. 2 Stunden nach dem Beschluss stattfindet.

Die Hausverwaltung arbeitet dies in ihrem Protokoll quasi chronologisch ab.

Dafür kann die Gemeinschaft ja nichts.

Die Auflösung des VB erfolgte zeitlich nach dem Beschluss zur
Satellitenanlage.

in welcher Form fand die 'Auflösung' statt?

Rücktritt.

Magnus

Magnus Warker
10.10.2010 - 14:30

Hallo Kurt!

Kurt Guenter wrote:

Magnus Warker <email@anonym; schrieb:

Wie bindend ist vor diesem Hintergrund der Beschluss? Ist die
Hausverwaltung verpflichtet, den Beschluss dennoch umzusetzen

ja.

Gut!

Oder kann sie den Vorgang aufgrund des Wegfalls der Beratungsleistungen
einfach "ruhen"
lassen?

Nein, es gibt einen gültigen Beschluss.

D. h., die HV kann nun bei Nachfrage nicht einfach sagen, dass aus der
Sat-Anlage nichts wird, da die Unterstützung weggefallen ist?

Welche Ansprüche haben die Eigentümer, über den Sachstand informiert zu
werden,

keinen. Informationen sind i.d.R. Holpflichten. Ihr hättet
beschliessen sollen, dass der Verwalter lfd. informiert.

Und auf Anfrage? Ich will schließlich wissen, was ich mir für Geräte
anschaffen soll. :-)

insbesondere vor dem Hintergrund, dass neu angeschaffte Geräte
(DVD-Recorder, etc.) evtl. nicht mehr nutzbar sind?

das war doch schon zum Zeitpunkt der Beschlussfassung klar.

Schon, aber es ist nicht klar, ob der Beschluss umgesetzt wird (s. o.).

Magnus

Kurt Guenter
10.10.2010 - 21:14
Magnus Warker <email@anonym; schrieb:

Das ist mit etwas Anstrengung durchaus nachvollziehbar, z. B. wenn der
Rücktritt des VB ca. 2 Stunden nach dem Beschluss stattfindet.

was ist vorgefallen?

i.d.R. weiss der VwBR vor der Versammlung, dass er nicht mehr will und
es gibt den TOP "Neuwahl".



Kurt Guenter
10.10.2010 - 21:16
Magnus Warker <email@anonym; schrieb:

Und auf Anfrage? Ich will schließlich wissen, was ich mir für Geräte
anschaffen soll. :-)

wenn SAT beschlossen wurde, würde ich mir Sat-taugliche Geräte
anschaffen :-)

Schon, aber es ist nicht klar, ob der Beschluss umgesetzt wird (s. o.).

da beschlossen, MUSS er umgesetzt werden.



Magnus Warker
11.10.2010 - 05:09
Kurt Guenter wrote:

Magnus Warker <email@anonym; schrieb:

Das ist mit etwas Anstrengung durchaus nachvollziehbar, z. B. wenn der
Rücktritt des VB ca. 2 Stunden nach dem Beschluss stattfindet.

was ist vorgefallen?

i.d.R. weiss der VwBR vor der Versammlung, dass er nicht mehr will und
es gibt den TOP "Neuwahl".

Nein, der Rücktritt fand während der Versammlung statt, und zwar, wie schon
gesagt, nach dem Beschluss. :-)

Magnus

Stefan Schmitz
11.10.2010 - 15:58
On 11 Okt., 05:09, Magnus Warker <mag...@mailinator.com> wrote:

Nein, der Rücktritt fand während der Versammlung statt, und zwar, wie=
schon
gesagt, nach dem Beschluss. :-)

Das war ja Kurts Frage: Was ist in der Versammlung vorgefallen, dass
die so plötzlich zurückgetreten sind?

Und wie wäre es mit zügiger Neuwahl? Immerhin bekommt der
Beiratsvorsitzende laut Beschluss Geld, da sollte sich doch jemand
finden.

Magnus Warker
11.10.2010 - 16:59
Hallo Stefan!

Stefan Schmitz wrote:

On 11 Okt., 05:09, Magnus Warker <mag...@mailinator.com> wrote:

Nein, der Rücktritt fand während der Versammlung statt, und zwar, wie
schon gesagt, nach dem Beschluss. :-)

Das war ja Kurts Frage: Was ist in der Versammlung vorgefallen, dass
die so plötzlich zurückgetreten sind?

Der VB-Vorsitzende trat zurück, weil er sich mit seiner Meinung in der
Versammlung nicht durchsetzen konnte. (Bei Kleinkindern sagt man auch
Trotzreaktion dazu. :-))

Die beiden Beisitzer traten vermutlich aus Solidarität zurück.

Und wie wäre es mit zügiger Neuwahl?

Da tut sich nichts und ich befürchte, dass die Hausverwaltung nun gar nichts
mehr arbeitet... :-)

Magnus

Lutz Schulze
11.10.2010 - 17:47
Am Mon, 11 Oct 2010 16:59:38 +0200 schrieb Magnus Warker:

On 11 Okt., 05:09, Magnus Warker <mag...@mailinator.com> wrote:

Nein, der Rücktritt fand während der Versammlung statt, und zwar, wie
schon gesagt, nach dem Beschluss. :-)

Das war ja Kurts Frage: Was ist in der Versammlung vorgefallen, dass
die so plötzlich zurückgetreten sind?

Der VB-Vorsitzende trat zurück, weil er sich mit seiner Meinung in der
Versammlung nicht durchsetzen konnte. (Bei Kleinkindern sagt man auch
Trotzreaktion dazu. :-))

Die beiden Beisitzer traten vermutlich aus Solidarität zurück.

Und wie wäre es mit zügiger Neuwahl?

Da tut sich nichts und ich befürchte, dass die Hausverwaltung nun gar nichts
mehr arbeitet... :-)

Der Bogen den ich um ETW mache wird (nicht erst) im Verlauf des Threads
immer größer.

Lutz

--
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Magnus Warker
11.10.2010 - 17:59
Lutz Schulze wrote:

Am Mon, 11 Oct 2010 16:59:38 +0200 schrieb Magnus Warker:

On 11 Okt., 05:09, Magnus Warker <mag...@mailinator.com> wrote:

Da tut sich nichts und ich befürchte, dass die Hausverwaltung nun gar
nichts mehr arbeitet... :-)

Der Bogen den ich um ETW mache wird (nicht erst) im Verlauf des Threads
immer größer.

Das ist zu kurz gedacht. Eigentlich hat man ja die Hausverwaltung, damit man
sich selbst um nichts kümmern muss. Aber manchmal (und in diesem Fall) muss
man mal ein paar Anreize schaffen. :-)

Magnus

Maria Bin
11.10.2010 - 18:10
Lutz Schulze schrieb:

Der Bogen den ich um ETW mache wird (nicht erst) im Verlauf des Threads
immer größer.

Ich bin ja auch kein Freund vorbestimmter Harmonie-Ideen, die hier (tm)
teilweise anklingen: Nur weil wir unter demselben Dach leben und ein
gemeinsames Konto haben, müssen wir auch die besten Freunde sein. Da
glaube ich schon eher der in einem "Tatort" geschilderten Situation,
wonach die Meinungsverschiedenheiten unter den Miteigentümern bis zu
Mord und Totschlag führen können.

Dennoch kann ich Deinen Kommentar speziell in diesem Thread nicht ganz
nachvollziehen, denn da wo ein Eigenheimbesitzer sich um Alles selbst
kümmern muss und auch die Arbeit an ihm selbst hängen bleibt, hat ein
Wohnungseigentümer Erfüllungsgehilfen dafür. Er muss halt ggf Arbeit
aufwenden, um diese zu managen. Bleibt zu bemängeln, dass man seinen
Standpunkt demokratischen Beschlüssen unterzuordnen hat - das ist halt so.

Maria




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