Delete / Löschen

Briefe mit STAMPIT frankieren

"Erhard Wagner"
30.06.2007 - 15:25
Hallo,

gibt es eine Möglichkeit ((La)TeX) Briefe mit STAMPIT zu frankieren?

Viele Grüße
Erhard



Norbert Stuhrmann
30.06.2007 - 16:34
Hallo,

Erhard Wagner schrieb:
gibt es eine Möglichkeit ((La)TeX) Briefe mit STAMPIT zu frankieren?

Es gibt das Projekt GnuStamp, mit dem das wohl moeglich waere.
Leider gibt es rechtliche Probleme.
Ansonsten koennte man eine E-Mail an die Post schreiben. Je mehr
dies tun, desto wahrscheinlicher wird es, dass dies irgendwann
moeglich sein wird.

Gruesse,

Norbert

Josef Kleber
30.06.2007 - 17:27
Erhard Wagner schrieb:
Hallo,

gibt es eine Möglichkeit ((La)TeX) Briefe mit STAMPIT zu frankieren?


Hallo,

das wurde bereits mehrfach diskutiert und dürfte mit Google Groups und
dem Stichwort "StampIt" zu finden sein.

Automatisch kann es nicht gehen, da "LaTeX" nicht in der Lage ist mit
dem Postserver zwecks Abrechnung usw. zu kommunizieren. Ein Ausweg wäre
die Post zu überreden den Adressblock incl. "Marke" als Grafikdatei
auszuliefern. Diese könnte man dann in seinem LaTeX-Dokument einbinden.
Die Bereitschaft der Post das für uns 3 LaTeX-Nutzer anzubieten dürfte
gegen Null tendieren.

Ich benutzte eine eigene Briefklasse (abgeleitet von scrlttr2) für den
Brief und lasse den Adressblock frei.
Im zweiten Schritt drucke ich dann mit der StampIt-Software und dem
"Medium" "Einlegeblatt DIN A4" den Adressblock in den Brief.
Funktioniert super bei Verwendung von breiten Fensterbriefumschlägen.
Nur etwas umständlich durch die zwei Schritte. Für private Zwecke okay-
gewerblich bei vielen Briefen natürlich suboptimal.

Persönlich faxe ich die Briefe in letzter Zeit wieder mehr. Ist billiger
und die Gegenseite kann z.B. bei Kündigungen nicht behaupten nichts
erhalten zu haben.

Eine Frage nebenbei an die anderen StampItianer. Heute habe ich wieder
mal Geschäftskundenwerbung (an Josef Kleber\\An die Geschäftsleitung\\
... ;-) ) erhalten mit Superangeboten für die praktische 500er-Box
selbstklebender Briefmarken. Seit Ihr auch als Geschäftskunden eingestuft?

Viele Grüße,

Josef





Knut Wenzig
30.06.2007 - 22:52
Hallo,

Josef Kleber schrieb:
Erhard Wagner schrieb:
gibt es eine Möglichkeit ((La)TeX) Briefe mit STAMPIT zu frankieren?

Ich benutzte eine eigene Briefklasse (abgeleitet von scrlttr2) für den
Brief und lasse den Adressblock frei.
Im zweiten Schritt drucke ich dann mit der StampIt-Software und dem
"Medium" "Einlegeblatt DIN A4" den Adressblock in den Brief.
Funktioniert super bei Verwendung von breiten Fensterbriefumschlägen.

Mache ich genauso. Meine Beobachtung zum Verfahren ist folgende:

Das Stampit-PDF wird mit einigen zusaetzlichen Grafikbestandteilen
(Strich durch EUR-Betrag, Muster-Schriftzug ueber 2D-Barcode) erstellt,
der nur bei bestehender Internetanbindung zum einmaligen Ausdruck durch
den Acrobat unterdrueckt werden. Mit einem entsprechenden Grafikprogramm
ist es durchaus moeglich, dies auch von Hand zu erledigen. Das koennte
man sicher auch automatisieren.

Eine Frage nebenbei an die anderen StampItianer. Heute habe ich wieder
mal Geschäftskundenwerbung (an Josef Kleber\\An die Geschäftsleitung\\
... ;-) ) erhalten mit Superangeboten für die praktische 500er-Box
selbstklebender Briefmarken. Seit Ihr auch als Geschäftskunden eingestuft?

Jupp. Habe ich auch so bekommen.

Gruesse

knut.

Uwe Siart
30.06.2007 - 23:03
Josef Kleber <josef.email@anonym; writes:

Persönlich faxe ich die Briefe in letzter Zeit wieder mehr. Ist
billiger und die Gegenseite kann z.B. bei Kündigungen nicht behaupten
nichts erhalten zu haben.

Was? Ein Fax wird als Zustellungsbeweis angesehen? Das kann doch nicht
sein. Es gibt tausend Gründe, weshalb du etwas in dein Fax schiebst und
die Gegenseite niemals was davon sieht ...

Nach OLG Koblenz, Az. 11 WF 1013/904 hat nur ein Übergabe-Einchreiben
die notwendige Beweiskraft.

--
Uwe

Ulrich Schwarz
01.07.2007 - 10:41
Uwe Siart <email@anonym; writes:

Josef Kleber <josef.email@anonym; writes:

Persönlich faxe ich die Briefe in letzter Zeit wieder mehr. Ist
billiger und die Gegenseite kann z.B. bei Kündigungen nicht behaupten
nichts erhalten zu haben.

Was? Ein Fax wird als Zustellungsbeweis angesehen? Das kann doch nicht
sein. Es gibt tausend Gründe, weshalb du etwas in dein Fax schiebst und
die Gegenseite niemals was davon sieht ...

IIRC, IANAL (evtl. können sich Friedrich und Keksdose äußern) darf man
inzwischen bei einem erfolgreichen Sendeprotokoll davon ausgehen, dass
das Fax angekommen ist (auch wegen der gestiegenen Zuverlässigkeit der
Technik, früher war das tatsächlich anders). Zur Fristenwahrung gibt's
wahrscheinlich ähnliche Rechtsprechung (ich bekomme sowas immer nur im
Familienwege als Anekdote mit).

Ulrich
--0
Sechs auf fünftem Platz bedeutet:
Im Feld ist ein Wild. Es ist fördernd, es zu fangen.

Josef Kleber
01.07.2007 - 11:26

Uwe Siart schrieb:
Josef Kleber <josef.email@anonym; writes:

Persönlich faxe ich die Briefe in letzter Zeit wieder mehr. Ist
billiger und die Gegenseite kann z.B. bei Kündigungen nicht behaupten
nichts erhalten zu haben.

Was? Ein Fax wird als Zustellungsbeweis angesehen? Das kann doch nicht
sein. Es gibt tausend Gründe, weshalb du etwas in dein Fax schiebst und
die Gegenseite niemals was davon sieht ...


Hallo,

zunächst mal: Ich bin kein Anwalt! ;-)
Aber bei den Verbraucherschutztipps wird immer wieder gesagt
Einschreiben mit Rückschein oder FAX.
Wenn ich ein FAX versende (zumindest am Computer; ich habe noch nie ein
wirkliches FAX-Gerät benutzt) wird mir das erfolgreiche Versenden
bestätigt und auch ein Sendeprotokoll mit Senderkennung, Datum, Zeit,
usw. abgelegt. Dann habe ich auch noch Einzelverbindungsnachweis der
Telekom. Das allein dürfte schon ein Anscheinsbeweis sein. Die reine
Ausrede "Ich habe kein FAX erhalten" zieht da sicher nicht mehr.
Auch das "versehentliche" Rutschen des FAXes hinter den Schrank oder das
absichtliche Entsorgen der FAXe durch die Putzfrau dürfte ein Anwalt als
Organisationsverschulden bezeichnen.
Hier lesen doch so viele Anwälte mit. Kann mal einer auch ohne
Honorarvereinbarung zu meinen pseudojuristen Vorstellungen Stellung
beziehen! ;-)

Hier mal ein Beispiel aus der Praxis:

Durch einen Fehler beim Homebanking wurde eine Überweisung zweimal
ausgeführt. Bank angerufen und um Rüchbuchung einer Überweisung
angesucht. Antwort: Geht nicht, gibts nicht. An den Empfänger wenden.

1. Freundliche eMail mit Erklärung der Sachlage
keine Reaktion

2. Freundliche aber bestimmte eMail mit Fristsetzung usw.
keine Reaktion

3. Unfreundliches FAX mit erneuter Fristsetzung und Androhung
juristischer Schritte.

Rücküberweisung innerhalb weniger Tage

Meine Schlußfolgerung: Ein FAX scheint deutlich mehr Eindruck zu machen
als eine eMail.

Viele Grüße,

Josef

Sebastian
01.07.2007 - 14:27

IIRC, IANAL (evtl. können sich Friedrich und Keksdose äußern) darf man
inzwischen bei einem erfolgreichen Sendeprotokoll davon ausgehen, dass
das Fax angekommen ist (auch wegen der gestiegenen Zuverlässigkeit der

Am besten ist ein Sendeprotokoll und untendran ein verkleinerter Abdruck
des gesendeten Faxes. Ein so erstelltes Sendeprotokoll wird als Indiz
dafür gewertet, dass das Fax angenommen ist. Ist es dennoch nicht beim
Empfänger angekommen, muss dies der Empfänger beweisen (Beweispflicht
dreht sich um, vorher muss der Sender beweisen, dass es angekommen ist).

Zudem ist der Empfänger für den funktionstüchtigen Zustand der
Empfangsanlage zuständig. Also Faxtinte/Faxpapier alle, Faxgerät gibt
trotzdem OK zurück-> Problem des Empfängers, da dies der Sender ja nicht
kontrollieren kann.

Ich bin auch kein Anwalt, aber dies wurde mir in meiner Vorlesung
Bürgerliches Recht von einem Richter erklärt. Kündigungen werden seit
dem immer noch gefaxt und bislang noch nie Probleme gehabt.

Deutlich günstiger als ein Einschreiben mit Rückschein:)

Gruß
Sebastian




Share/Bookmark