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Empfangsmischer ohne Oberwellen des lokalen Oszillators?

Tilmann Reh
02.08.2007 - 17:28
Hallo,

ich arbeite hier gerade an einer Übertragungsstrecke, bei der ein Signal
auf einen 15 MHz Träger moduliert wird (AM). Empfängerseitig wird dann
mit einem 24 MHz Oszillator auf 39 MHz hochgemischt - für diese Frequenz
gibt es gängige und preiswerte SAW-Filter mit der nötigen Bandbreite
(unteres Seitenband 5 MHz), weil das die Standard-Video-ZF in Fernsehern
ist.

Als Empfangsmischer hatte ich den SA612 vorgesehen, allerdings erzeugt
der ein enormes Spektrum beim doppelten der LO-Frequenz (hier 48 MHz,
Amplitude etwa vergleichbar mit der Grundwelle). Das wiederum mischt
sich mit dem Eingangssignal u.a. auf 33 MHz, so daß davon das obere
Seitenband in das Nutzband hineinläuft.

Welche einfachen und kleinen (Platz ist leider knapp...) Möglichkeiten
gibt es noch, den Empfangsmischer aufzubauen - ohne daß das doppelte der
LO-Frequenz derart heftig am Mischerausgang erscheint? Es geht um
Eingangssignale im mV-Bereich.

(Wegen des Gesamtaufwandes möchte/kann ich nicht zweimal mischen,
ansonsten könnte ich zunächst auf eine erheblich höhere Frequenz mischen
und dann wieder herunter auf 39 MHz. Dann lägen die Mischprodukte so
weit auseinander, daß sie einfach zu filtern sind und sich die Bänder
nie überlappen.)

Danke für Tips,

Tilmann

--
http://www.autometer.de - Elektronik nach Maß.

Thorsten Wahn
02.08.2007 - 17:35
Tilmann Reh schrieb:
ich arbeite hier gerade an einer Cbertragungsstrecke, bei der ein Signal
auf einen 15 MHz Träger moduliert wird (AM). Empfängerseitig wird dann
mit einem 24 MHz Oszillator auf 39 MHz hochgemischt (...)
Als Empfangsmischer hatte ich den SA612 vorgesehen, allerdings erzeugt
der ein enormes Spektrum beim doppelten der LO-Frequenz (hier 48 MHz,
Amplitude etwa vergleichbar mit der Grundwelle). Das wiederum mischt
sich mit dem Eingangssignal u.a. auf 33 MHz, so daß davon das obere
Seitenband in das Nutzband hineinläuft.

Was spricht gegen eine LO-Frequenz von 54 MHz (abgesehen von der
Bandinvertierung)?

Gruß
Thorsten


Uwe Hercksen
02.08.2007 - 17:46


Tilmann Reh schrieb:

Als Empfangsmischer hatte ich den SA612 vorgesehen, allerdings erzeugt
der ein enormes Spektrum beim doppelten der LO-Frequenz (hier 48 MHz,
Amplitude etwa vergleichbar mit der Grundwelle). Das wiederum mischt
sich mit dem Eingangssignal u.a. auf 33 MHz, so daß davon das obere
Seitenband in das Nutzband hineinläuft.

Hallo,

kann es sein das der Empfangsmischer gar nichts dafür kann sondern der
Empfangsoszillator nicht sinusförmig genug ist und einen grösseren
Anteil der zweiten Oberwelle enthält?

Bye


Tilmann Reh
02.08.2007 - 17:59
Uwe Hercksen schrieb:

Tilmann Reh schrieb:
Als Empfangsmischer hatte ich den SA612 vorgesehen, allerdings erzeugt
der ein enormes Spektrum beim doppelten der LO-Frequenz (hier 48 MHz,
Amplitude etwa vergleichbar mit der Grundwelle). Das wiederum mischt
sich mit dem Eingangssignal u.a. auf 33 MHz, so daß davon das obere
Seitenband in das Nutzband hineinläuft.

kann es sein das der Empfangsmischer gar nichts dafür kann sondern der
Empfangsoszillator nicht sinusförmig genug ist und einen grösseren
Anteil der zweiten Oberwelle enthält?

Der Oszillator selbst hat durchaus einen sichtbaren Anteil der zweiten
Oberwelle. Allerdings liegt das Problem hier doch mehr im Mischer, denn
auch ohne den internen Oszillator (Ansteuerung extern mit Sinus) und
ohne Eingangssignal tritt am Mischerausgang die zweite Oberwelle auf -
es sei denn, ich gehe mit der LO-Amplitude auf ca. 40 mV herunter. Das
ist wohl eine grundsätzliche Eigenschaft der Gilbert-Zelle (wird z.B.
auch in der AN531 zum MC1496 ausführlich beschrieben).

Tilmann

--
http://www.autometer.de - Elektronik nach Maß.

Tilmann Reh
02.08.2007 - 18:08
Thorsten Wahn schrieb:

Tilmann Reh schrieb:
ich arbeite hier gerade an einer Übertragungsstrecke, bei der ein Signal
auf einen 15 MHz Träger moduliert wird (AM). Empfängerseitig wird dann
mit einem 24 MHz Oszillator auf 39 MHz hochgemischt (...)
Als Empfangsmischer hatte ich den SA612 vorgesehen, allerdings erzeugt
der ein enormes Spektrum beim doppelten der LO-Frequenz (hier 48 MHz,
Amplitude etwa vergleichbar mit der Grundwelle). Das wiederum mischt
sich mit dem Eingangssignal u.a. auf 33 MHz, so daß davon das obere
Seitenband in das Nutzband hineinläuft.

Was spricht gegen eine LO-Frequenz von 54 MHz (abgesehen von der
Bandinvertierung)?

Wegen der Verfügbarkeit von Standard-Grundwellenquarzen schien mir der
niedrige LO naheliegend - aber Du hast natürlich recht, ich werde mir
das bei höherer Frequenz mal ansehen. Mit einem 18 MHz Standardquarz auf
der dritten Oberwelle sollte das auch mit dem internen Oszillator gehen.

Manchmal sieht man vor lauter Bäumen...

Tilmann

--
http://www.autometer.de - Elektronik nach Maß.

Joerg
02.08.2007 - 20:59
Hallo Tilmann,


ich arbeite hier gerade an einer Übertragungsstrecke, bei der ein Signal
auf einen 15 MHz Träger moduliert wird (AM). Empfängerseitig wird dann
mit einem 24 MHz Oszillator auf 39 MHz hochgemischt - für diese Frequenz
gibt es gängige und preiswerte SAW-Filter mit der nötigen Bandbreite
(unteres Seitenband 5 MHz), weil das die Standard-Video-ZF in Fernsehern
ist.

Als Empfangsmischer hatte ich den SA612 vorgesehen, allerdings erzeugt
der ein enormes Spektrum beim doppelten der LO-Frequenz (hier 48 MHz,
Amplitude etwa vergleichbar mit der Grundwelle). Das wiederum mischt
sich mit dem Eingangssignal u.a. auf 33 MHz, so daß davon das obere
Seitenband in das Nutzband hineinläuft.

Welche einfachen und kleinen (Platz ist leider knapp...) Möglichkeiten
gibt es noch, den Empfangsmischer aufzubauen - ohne daß das doppelte der
LO-Frequenz derart heftig am Mischerausgang erscheint? Es geht um
Eingangssignale im mV-Bereich.

(Wegen des Gesamtaufwandes möchte/kann ich nicht zweimal mischen,
ansonsten könnte ich zunächst auf eine erheblich höhere Frequenz mischen
und dann wieder herunter auf 39 MHz. Dann lägen die Mischprodukte so
weit auseinander, daß sie einfach zu filtern sind und sich die Bänder
nie überlappen.)


Der SA612 ist bei hier in USA eher unueblich. Wenn er aehnlich arbeitet
wie ein MC1496, dann muesstest Du die Oszillatoramplitude soweit
absenken, bis er auch an diesem Eingang im linearen Bereich bleibt.
Diese Application Note erklaert das auf Seite 2:

http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AN531-D.PDF

Es muss eben ein moeglichst mathematisch praeziser Multiplizierer
werden. Ansonsten bliebe noch die schon erwaehnte andere Frequenzwahl,
was aber u.U. Auswertechips wegen verdrehtem Seitenband vom Hocker
fallen laesst.

Du kannst auch eine andere gaengige Fernseher-ZF nehmen, zum Beispiel im
Bereich 58MHz:

http://www.epcos.com/inf/40/ds/mm/N3958M.pdf

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com

Tilmann Reh
02.08.2007 - 21:55

Hallo Joerg,

Der SA612 ist bei hier in USA eher unueblich. Wenn er aehnlich arbeitet
wie ein MC1496, dann muesstest Du die Oszillatoramplitude soweit
absenken, bis er auch an diesem Eingang im linearen Bereich bleibt.
Diese Application Note erklaert das auf Seite 2:
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AN531-D.PDF

darauf hatte ich Uwe ja auch schon hingewiesen, das ist wohl eine
grundsätzliche (unangenehme) Eigenschaft der Gilbertzelle. Die Frage
ist, ob es noch andere, ähnlich einfache Mischerverfahren gibt, die hier
in Frage kommen.

Es muss eben ein moeglichst mathematisch praeziser Multiplizierer
werden.

Was mich dabei ein wenig wundert: Bei Ansteuerung der Gilbertzelle mit
einem Oszillator-Großsignal und entsprechender Übersteuerung der oberen
Differenzverstärker sollte sich das doch etwa wie bei Ansteuerung mit
einem Rechteck auswirken (und macht in der Praxis auch meßtechnisch
keinen Unterschied). Dessen Oberwellen sind aber i.W. nur die ungeraden,
also warum ist hier gerade die zweite Oberwelle so stark ausgeprägt?

Ansonsten bliebe noch die schon erwaehnte andere Frequenzwahl,
was aber u.U. Auswertechips wegen verdrehtem Seitenband vom Hocker
fallen laesst.

Das muß ich mir für AM mit geringem Modulationsgrad nochmal ansehen.
Hier geht es anschließend nur um eine Hüllkurven-Demodulation.

Du kannst auch eine andere gaengige Fernseher-ZF nehmen, zum Beispiel im
Bereich 58MHz:
http://www.epcos.com/inf/40/ds/mm/N3958M.pdf

Zu schmalbandig. Ich brauche 4.5 MHz, und dafür ist hier in Europa 39
MHz *die* ZF (mit genutztem unterem Seitenband). Dank der enormen
Verbreitung auch in aktuellen Fernsehern und Satellitenempfängern sind
die Filter auch erhältlich und bezahlbar, was bei mengenmäßig kleinem
Bedarf ein wichtiges Argument ist...

Tilmann

--
http://www.autometer.de - Elektronik nach Maß.

Joerg
02.08.2007 - 22:10
Hallo Tilmann,


Der SA612 ist bei hier in USA eher unueblich. Wenn er aehnlich arbeitet
wie ein MC1496, dann muesstest Du die Oszillatoramplitude soweit
absenken, bis er auch an diesem Eingang im linearen Bereich bleibt.
Diese Application Note erklaert das auf Seite 2:
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AN531-D.PDF


darauf hatte ich Uwe ja auch schon hingewiesen, das ist wohl eine
grundsätzliche (unangenehme) Eigenschaft der Gilbertzelle. Die Frage
ist, ob es noch andere, ähnlich einfache Mischerverfahren gibt, die hier
in Frage kommen.


DBMs unterdruecken even-order LO Produkte. Aber das wird teuer und
gross. Wieso kannst Du ihn denn nicht einfach im linearen Bereich lassen?


Es muss eben ein moeglichst mathematisch praeziser Multiplizierer
werden.


Was mich dabei ein wenig wundert: Bei Ansteuerung der Gilbertzelle mit
einem Oszillator-Großsignal und entsprechender Übersteuerung der oberen
Differenzverstärker sollte sich das doch etwa wie bei Ansteuerung mit
einem Rechteck auswirken (und macht in der Praxis auch meßtechnisch
keinen Unterschied). Dessen Oberwellen sind aber i.W. nur die ungeraden,
also warum ist hier gerade die zweite Oberwelle so stark ausgeprägt?


Dieser Autor erklaert das recht uebersichtlich:
http://members.tripod.com/michaelgellis/mixersin.html


Ansonsten bliebe noch die schon erwaehnte andere Frequenzwahl,
was aber u.U. Auswertechips wegen verdrehtem Seitenband vom Hocker
fallen laesst.


Das muß ich mir für AM mit geringem Modulationsgrad nochmal ansehen.
Hier geht es anschließend nur um eine Hüllkurven-Demodulation.


Du kannst auch eine andere gaengige Fernseher-ZF nehmen, zum Beispiel im
Bereich 58MHz:
http://www.epcos.com/inf/40/ds/mm/N3958M.pdf


Zu schmalbandig. Ich brauche 4.5 MHz, und dafür ist hier in Europa 39
MHz *die* ZF (mit genutztem unterem Seitenband). Dank der enormen
Verbreitung auch in aktuellen Fernsehern und Satellitenempfängern sind
die Filter auch erhältlich und bezahlbar, was bei mengenmäßig kleinem
Bedarf ein wichtiges Argument ist...


Ok, unser Fernsehen hat 1MHz weniger Bandbreite. Das reicht fuer Eures
natuerlich nicht ganz. Bald hat es fuer uns in den Bergen gar keine
Bandbreite mehr, wenn sie Analog TV abschalten :-(

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com

Joerg
02.08.2007 - 23:48
Hallo Chris,


Der SA612 ist bei hier in USA eher unueblich. Wenn er aehnlich arbeitet
wie ein MC1496, dann muesstest Du die Oszillatoramplitude soweit
absenken, bis er auch an diesem Eingang im linearen Bereich bleibt.
Diese Application Note erklaert das auf Seite 2:
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AN531-D.PDF


darauf hatte ich Uwe ja auch schon hingewiesen, das ist wohl eine
grundsätzliche (unangenehme) Eigenschaft der Gilbertzelle. Die Frage
ist, ob es noch andere, ähnlich einfache Mischerverfahren gibt, die hier
in Frage kommen.


DBMs unterdruecken even-order LO Produkte. Aber das wird teuer und
gross. Wieso kannst Du ihn denn nicht einfach im linearen Bereich lassen?


Man bekommt im linearen Bereich viel mehr Geraeusch. Man bekommt auch
weniger Linearitaet (Fuer eingangssignale, IIP3, IIP2) und soll deshalb
erwarten, dass man auch (zum Beispiel) 15MHz/3MHz empfangt, auch wenn man
das nicht moechte.


Schon, aber Tilmann hat IIRC nur das eine Videosignal auf der Leitung.
Sonst keine staerkeren Signale. Das sollte linear gehen. Wobei man bei
Video schon 40dB oder mehr an Dynamikbereich haben sollte.

Ganz elegant koennte man es mit einem Multiplizierer von Analog Devices
machen, aber das kostet mehr und braucht wahrscheinlich auch mehr Strom.
Fuer Video, was nicht ueber einige Meilen transportiert werden muss,
duerfte ein MC1496 reichen.


Es muss eben ein moeglichst mathematisch praeziser Multiplizierer
werden.


Wenn die Spurs nicht stoeren, kan man einen DDS als Mischer (Multiplizierer
mit Sinuswelle) benuetzen. Man speist den Eingangssignal in der
Referenzeingang des D/A-Wandlers. Ich glaube, dass die Spurs und "DAC
images" zu viele Probleme machen wuerde. Die Bandbreite von der
Referenzeingang genuegt wahrscheinlich nicht.



Mit zwei Mischer kann man den dritte Antwort von der Empfaenger
unterdruechen. LO1 und LO2 haben einen Phasenunterschied von (Pi/3)
Radiant bei fLO und deshalb einen unterschied von Pi Radiant bei 3*FLO.

__ __
|__| |__| |__ LO1
__ __ __
|__| |__| | LO2



,---->(X)----------,
| ^ |
RF in | |__LO1 |
----------------* (+)-----> Ausgang
| |
| |
'---->(X)----------'
^
|__LO2





Was mich dabei ein wenig wundert: Bei Ansteuerung der Gilbertzelle mit
einem Oszillator-Großsignal und entsprechender Übersteuerung der oberen
Differenzverstärker sollte sich das doch etwa wie bei Ansteuerung mit
einem Rechteck auswirken (und macht in der Praxis auch meßtechnisch
keinen Unterschied). Dessen Oberwellen sind aber i.W. nur die ungeraden,
also warum ist hier gerade die zweite Oberwelle so stark ausgeprägt?

Das moechte ich auch wissen.


Dieser Autor erklaert das recht uebersichtlich:
http://members.tripod.com/michaelgellis/mixersin.html


Ansonsten bliebe noch die schon erwaehnte andere Frequenzwahl,
was aber u.U. Auswertechips wegen verdrehtem Seitenband vom Hocker
fallen laesst.


Direct conversion? (Schwierig aber braucht kein SAW).


Da bekommt man alles mit, was irgendwo auf den Traeger moduliert wird.
Netzbrumm, die Stoerungen von Onkel Joseph's Tischkreissaege und so weiter.

Wo wohnst Du eigentlich in USA? Bei mir ist es Cameron Park, 35 Meilen
oestlich von Sacramento am Highway 50 in Richtung Lake Tahoe. Ist mal
wieder fast 100F hier, Zeit um kurz in den Pool zu springen.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com

Chris Jones
03.08.2007 - 00:32
Joerg wrote:

Hallo Tilmann,


Der SA612 ist bei hier in USA eher unueblich. Wenn er aehnlich arbeitet
wie ein MC1496, dann muesstest Du die Oszillatoramplitude soweit
absenken, bis er auch an diesem Eingang im linearen Bereich bleibt.
Diese Application Note erklaert das auf Seite 2:
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AN531-D.PDF


darauf hatte ich Uwe ja auch schon hingewiesen, das ist wohl eine
grundsätzliche (unangenehme) Eigenschaft der Gilbertzelle. Die Frage
ist, ob es noch andere, ähnlich einfache Mischerverfahren gibt, die hier
in Frage kommen.


DBMs unterdruecken even-order LO Produkte. Aber das wird teuer und
gross. Wieso kannst Du ihn denn nicht einfach im linearen Bereich lassen?

Man bekommt im linearen Bereich viel mehr Geraeusch. Man bekommt auch
weniger Linearitaet (Fuer eingangssignale, IIP3, IIP2) und soll deshalb
erwarten, dass man auch (zum Beispiel) 15MHz/3MHz empfangt, auch wenn man
das nicht moechte.


Es muss eben ein moeglichst mathematisch praeziser Multiplizierer
werden.

Wenn die Spurs nicht stoeren, kan man einen DDS als Mischer (Multiplizierer
mit Sinuswelle) benuetzen. Man speist den Eingangssignal in der
Referenzeingang des D/A-Wandlers. Ich glaube, dass die Spurs und "DAC
images" zu viele Probleme machen wuerde. Die Bandbreite von der
Referenzeingang genuegt wahrscheinlich nicht.



Mit zwei Mischer kann man den dritte Antwort von der Empfaenger
unterdruechen. LO1 und LO2 haben einen Phasenunterschied von (Pi/3)
Radiant bei fLO und deshalb einen unterschied von Pi Radiant bei 3*FLO.

__ __
|__| |__| |__ LO1
__ __ __
|__| |__| | LO2



,---->(X)----------,
| ^ |
RF in | |__LO1 |
----------------* (+)-----> Ausgang
| |
| |
'---->(X)----------'
^
|__LO2




Was mich dabei ein wenig wundert: Bei Ansteuerung der Gilbertzelle mit
einem Oszillator-Groߟsignal und entsprechender ߜbersteuerung der oberen
Differenzverstärker sollte sich das doch etwa wie bei Ansteuerung mit
einem Rechteck auswirken (und macht in der Praxis auch meߟtechnisch
keinen Unterschied). Dessen Oberwellen sind aber i.W. nur die ungeraden,
also warum ist hier gerade die zweite Oberwelle so stark ausgeprägt?
Das moechte ich auch wissen.



Dieser Autor erklaert das recht uebersichtlich:
http://members.tripod.com/michaelgellis/mixersin.html


Ansonsten bliebe noch die schon erwaehnte andere Frequenzwahl,
was aber u.U. Auswertechips wegen verdrehtem Seitenband vom Hocker
fallen laesst.

Direct conversion? (Schwierig aber braucht kein SAW).

Chris


Joerg
03.08.2007 - 00:58
Hallo Chris,


Hallo Chris,


Der SA612 ist bei hier in USA eher unueblich. Wenn er aehnlich arbeitet
wie ein MC1496, dann muesstest Du die Oszillatoramplitude soweit
absenken, bis er auch an diesem Eingang im linearen Bereich bleibt.
Diese Application Note erklaert das auf Seite 2:
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AN531-D.PDF


darauf hatte ich Uwe ja auch schon hingewiesen, das ist wohl eine
grundsätzliche (unangenehme) Eigenschaft der Gilbertzelle. Die Frage
ist, ob es noch andere, ähnlich einfache Mischerverfahren gibt, die hier
in Frage kommen.


DBMs unterdruecken even-order LO Produkte. Aber das wird teuer und
gross. Wieso kannst Du ihn denn nicht einfach im linearen Bereich lassen?


Man bekommt im linearen Bereich viel mehr Geraeusch. Man bekommt auch
weniger Linearitaet (Fuer eingangssignale, IIP3, IIP2) und soll deshalb
erwarten, dass man auch (zum Beispiel) 15MHz/3MHz empfangt, auch wenn
man das nicht moechte.


Schon, aber Tilmann hat IIRC nur das eine Videosignal auf der Leitung.
Sonst keine staerkeren Signale. Das sollte linear gehen. Wobei man bei
Video schon 40dB oder mehr an Dynamikbereich haben sollte.

Ich wusste nicht, dass es eine Leitung gab, und auch nicht, dass es um Video
handelt.


Er will es ueber eine Leitung schicken, aber nicht im Baseband, sondern
auf 15MHz. Hier in Western US koennte man das nicht tun, denn WWVH kommt
auf 15MHz sehr stark herein und das Bild koennte im Sekundentakt
modulieren. Auch in Europa wuerde ich das lieber gleich auf der TV-ZF
senden, da spart man sich den ganzen Mixer Kram und dort oben herrscht
mehr Ruhe.


Ganz elegant koennte man es mit einem Multiplizierer von Analog Devices
machen, aber das kostet mehr und braucht wahrscheinlich auch mehr Strom.
Fuer Video, was nicht ueber einige Meilen transportiert werden muss,
duerfte ein MC1496 reichen.


Es muss eben ein moeglichst mathematisch praeziser Multiplizierer
werden.


Wenn die Spurs nicht stoeren, kan man einen DDS als Mischer
(Multiplizierer
mit Sinuswelle) benuetzen. Man speist den Eingangssignal in der
Referenzeingang des D/A-Wandlers. Ich glaube, dass die Spurs und "DAC
images" zu viele Probleme machen wuerde. Die Bandbreite von der
Referenzeingang genuegt wahrscheinlich nicht.



Mit zwei Mischer kann man den dritte Antwort von der Empfaenger
unterdruechen. LO1 und LO2 haben einen Phasenunterschied von (Pi/3)
Radiant bei fLO und deshalb einen unterschied von Pi Radiant bei 3*FLO.

__ __
|__| |__| |__ LO1
__ __ __
|__| |__| | LO2



,---->(X)----------,
| ^ |
RF in | |__LO1 |
----------------* (+)-----> Ausgang
| |
| |
'---->(X)----------'
^
|__LO2






Was mich dabei ein wenig wundert: Bei Ansteuerung der Gilbertzelle mit
einem Oszillator-Großsignal und entsprechender Übersteuerung der oberen
Differenzverstärker sollte sich das doch etwa wie bei Ansteuerung mit
einem Rechteck auswirken (und macht in der Praxis auch meßtechnisch
keinen Unterschied). Dessen Oberwellen sind aber i.W. nur die ungeraden,
also warum ist hier gerade die zweite Oberwelle so stark ausgeprägt?

Das moechte ich auch wissen.



Dieser Autor erklaert das recht uebersichtlich:
http://members.tripod.com/michaelgellis/mixersin.html



Ansonsten bliebe noch die schon erwaehnte andere Frequenzwahl,
was aber u.U. Auswertechips wegen verdrehtem Seitenband vom Hocker
fallen laesst.


Direct conversion? (Schwierig aber braucht kein SAW).


Da bekommt man alles mit, was irgendwo auf den Traeger moduliert wird.
Netzbrumm, die Stoerungen von Onkel Joseph's Tischkreissaege und so
weiter.

Aber so ist es jetzt in fast alle GSM Handys gemacht. Schwierig, aber
billiger.


Im GHz Bereich ist es einfacher. Dort kommt es nicht mehr so leicht vor,
dass sich ein Traeger zum Beispiel auf einem Netzkabel an einer
Diodenstrecke moduliert und wieder mit Brumm abgestrahlt wird.

Ich hatte auch einmal Direct Conversion auf 310MHz gemacht, da oben ist
das kein grosses Problem.



Wo wohnst Du eigentlich in USA?

Nein, Grossbritanien.


Hier gibt es viele Leute aus UK. Einer meiner Bekannten hat immer noch
ein License Plate Frame "Manchester United".


Bei mir ist es Cameron Park, 35 Meilen
oestlich von Sacramento am Highway 50 in Richtung Lake Tahoe. Ist mal
wieder fast 100F hier, Zeit um kurz in den Pool zu springen.

Hier hat es noch kein Sommer gegeben.


Global Warming?

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com

Chris Jones
03.08.2007 - 01:33
Joerg wrote:

Hallo Chris,


Der SA612 ist bei hier in USA eher unueblich. Wenn er aehnlich arbeitet
wie ein MC1496, dann muesstest Du die Oszillatoramplitude soweit
absenken, bis er auch an diesem Eingang im linearen Bereich bleibt.
Diese Application Note erklaert das auf Seite 2:
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AN531-D.PDF


darauf hatte ich Uwe ja auch schon hingewiesen, das ist wohl eine
grundsätzliche (unangenehme) Eigenschaft der Gilbertzelle. Die Frage
ist, ob es noch andere, ähnlich einfache Mischerverfahren gibt, die hier
in Frage kommen.


DBMs unterdruecken even-order LO Produkte. Aber das wird teuer und
gross. Wieso kannst Du ihn denn nicht einfach im linearen Bereich lassen?


Man bekommt im linearen Bereich viel mehr Geraeusch. Man bekommt auch
weniger Linearitaet (Fuer eingangssignale, IIP3, IIP2) und soll deshalb
erwarten, dass man auch (zum Beispiel) 15MHz/3MHz empfangt, auch wenn
man das nicht moechte.


Schon, aber Tilmann hat IIRC nur das eine Videosignal auf der Leitung.
Sonst keine staerkeren Signale. Das sollte linear gehen. Wobei man bei
Video schon 40dB oder mehr an Dynamikbereich haben sollte.
Ich wusste nicht, dass es eine Leitung gab, und auch nicht, dass es um Video
handelt.


Ganz elegant koennte man es mit einem Multiplizierer von Analog Devices
machen, aber das kostet mehr und braucht wahrscheinlich auch mehr Strom.
Fuer Video, was nicht ueber einige Meilen transportiert werden muss,
duerfte ein MC1496 reichen.


Es muss eben ein moeglichst mathematisch praeziser Multiplizierer
werden.


Wenn die Spurs nicht stoeren, kan man einen DDS als Mischer
(Multiplizierer
mit Sinuswelle) benuetzen. Man speist den Eingangssignal in der
Referenzeingang des D/A-Wandlers. Ich glaube, dass die Spurs und "DAC
images" zu viele Probleme machen wuerde. Die Bandbreite von der
Referenzeingang genuegt wahrscheinlich nicht.



Mit zwei Mischer kann man den dritte Antwort von der Empfaenger
unterdruechen. LO1 und LO2 haben einen Phasenunterschied von (Pi/3)
Radiant bei fLO und deshalb einen unterschied von Pi Radiant bei 3*FLO.

__ __
|__| |__| |__ LO1
__ __ __
|__| |__| | LO2



,---->(X)----------,
| ^ |
RF in | |__LO1 |
----------------* (+)-----> Ausgang
| |
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'---->(X)----------'
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|__LO2





Was mich dabei ein wenig wundert: Bei Ansteuerung der Gilbertzelle mit
einem Oszillator-Groߟsignal und entsprechender ߜbersteuerung der oberen
Differenzverstärker sollte sich das doch etwa wie bei Ansteuerung mit
einem Rechteck auswirken (und macht in der Praxis auch meߟtechnisch
keinen Unterschied). Dessen Oberwellen sind aber i.W. nur die ungeraden,
also warum ist hier gerade die zweite Oberwelle so stark ausgeprägt?

Das moechte ich auch wissen.


Dieser Autor erklaert das recht uebersichtlich:
http://members.tripod.com/michaelgellis/mixersin.html


Ansonsten bliebe noch die schon erwaehnte andere Frequenzwahl,
was aber u.U. Auswertechips wegen verdrehtem Seitenband vom Hocker
fallen laesst.


Direct conversion? (Schwierig aber braucht kein SAW).


Da bekommt man alles mit, was irgendwo auf den Traeger moduliert wird.
Netzbrumm, die Stoerungen von Onkel Joseph's Tischkreissaege und so
weiter.
Aber so ist es jetzt in fast alle GSM Handys gemacht. Schwierig, aber
billiger.


Wo wohnst Du eigentlich in USA?
Nein, Grossbritanien.

Bei mir ist es Cameron Park, 35 Meilen
oestlich von Sacramento am Highway 50 in Richtung Lake Tahoe. Ist mal
wieder fast 100F hier, Zeit um kurz in den Pool zu springen.
Hier hat es noch kein Sommer gegeben.

Chris

Tilmann Reh
03.08.2007 - 09:40
Joerg schrieb:

Chris:
Ich wusste nicht, dass es eine Leitung gab, und auch nicht, dass es um Video
handelt.

Ich hatte mich im Vorfeld schonmal mit Joerg über andere Teilaspekte
unterhalten, daher weiß er mehr als hier im OP genannt... Das ist aber
für dieses Problem nicht weiter relevant.

Er will es ueber eine Leitung schicken, aber nicht im Baseband, sondern
auf 15MHz. Hier in Western US koennte man das nicht tun, denn WWVH kommt
auf 15MHz sehr stark herein und das Bild koennte im Sekundentakt
modulieren. Auch in Europa wuerde ich das lieber gleich auf der TV-ZF
senden, da spart man sich den ganzen Mixer Kram und dort oben herrscht
mehr Ruhe.

Keinesfalls: ab 30 MHz darf man wegen EMV nichts mehr abstrahlen.

Was mich dabei ein wenig wundert: Bei Ansteuerung der Gilbertzelle mit
einem Oszillator-Großsignal und entsprechender Übersteuerung der oberen
Differenzverstärker sollte sich das doch etwa wie bei Ansteuerung mit
einem Rechteck auswirken (und macht in der Praxis auch meßtechnisch
keinen Unterschied). Dessen Oberwellen sind aber i.W. nur die ungeraden,
also warum ist hier gerade die zweite Oberwelle so stark ausgeprägt?

Das moechte ich auch wissen.

Dieser Autor erklaert das recht uebersichtlich:
http://members.tripod.com/michaelgellis/mixersin.html

Warum das so ist, wird dort m.E. auch nicht erklärt. Aus der Tabelle
dort sehe ich nur die Bestätigung, /daß/ es so ist.

Ich werde es mal mit der höheren LO-Frequenz (bei 48-49 MHz liegt das
gewünschte Mischprodukt im Durchlaßbereich des SAW-Filters) und der
Bandspiegelung versuchen...

Tilmann

--
http://www.autometer.de - Elektronik nach Maß.

Christian Zietz
03.08.2007 - 10:08
Tilmann Reh schrieb:

Keinesfalls: ab 30 MHz darf man wegen EMV nichts mehr abstrahlen.

Achso, aber auf 15 MHz mitten im Kurzwellenbereich ist Abstrahlung OK,
oder wie?

CU Christian
--
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.com.ar/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

Tilmann Reh
03.08.2007 - 11:39
Christian Zietz schrieb:

Tilmann Reh schrieb:
Keinesfalls: ab 30 MHz darf man wegen EMV nichts mehr abstrahlen.

Achso, aber auf 15 MHz mitten im Kurzwellenbereich ist Abstrahlung OK,
oder wie?

So war das nicht gemeint. Aber falls man z.B. wegen einer schlechten
Leitung doch ein paar µW sendet, ist das bei dieser Frequenz nicht
schädlich bei der EMV-Prüfung. Und in der Praxis auch nicht, denn mit
einer solchen "parasitären" Abstrahlung kommt man bei 15 MHz auch nicht
weit - was auch der Grund sein dürfte, warum EMV-Abstrahlung erst ab 30
MHz gemessen wird.

Wenn man aber mit 33-38 MHz auf die Leitung gehen würde und dann unter
schlechten Bedingungen etwas abstrahlt, wäre das unzulässig.

Tilmann

--
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