Delete / Löschen

VoIP Telefonanlage (QSC centraflex)

"Ulrich Lupus"
14.03.2012 - 16:43
Wir werden uns die virtuelle Telefonanalge centraflex von QSC zulegen.
Leider ist die Konfigurationsberatung bei QSC dünn, und wir kennen uns
selbst nicht hinreichend aus und wollen hier auch keine Baustelle aufmachen
(obwohl technisches Verständnis als Softwarehaus im Prinzip vorhanden).

Es wäre nett, wenn jemand gezielte Hinweise geben könnte, wie man die
Probleme grundsätzlich löst, damit wir gezielt suchen und uns informieren
können. Wir sind durchaus in der Lage, die Konfiguration dann selbst
durchzuführen. Wir wollen nur nicht bei Adam und Eva anfangen müssen.

Nun also unsere Fragen:

1)

Wir haben bei QSC bereits den Internetzugang gebucht (SDSL). Der Router
wird - teils auf unsere Anweisungen - von QSC konfiguriert (uns wird das
Passwort nicht bekanntgegeben, der Service klappt jedoch an 7/24 Stunden
hervorragend). Ich vermute, dass wir für die Telefonie einen neuen Router
bekommen werden.

Auf unserer (Inhaus-)Seite des Routers betreiben wir ein LAN (100 MBit/s),
das jetzt für die Telefonie mitgenutzt werden soll (ein zweites LAN für die
Telefonie ist nicht vorgesehen). Frage: Ist es möglich, der Telefonie eine
gewisse Ban
breite zu reservieren, so dass die Telefonie auch bei dicken
Datenübertragungen im LAN, etwa zwischen Server und Workstation, nicht
gestört wird? Was ist (im Prinzip) zu tun? Link?

2)

In einem kleinen Außenbüro benutzen wir Telekom BusinessBasic, DSL 6000 (bis
zu 6.016 kbit/s im Download und bis zu 576 kbit/s im Upload). QSC ist an
diesem Standort nicht verfügbar. Deswegen geht hier mit Priosierung der
Telefonie zwischen Router und QSC nix.

Frage1: Ist es möglich, von den 6.016 kbit/s im Download und bzw. 576 kbit/s
im Upload etwas Bandbreite für die Telefonie zu reservieren?

Frage2: Ist es möglich, im Inhaus-LAN eine gewisse Bandbreite zu reservieren
(analog oben)?


Habe ich etwas übersehen?

Kennt jemand einen "Experten" in München`?

Vielen Dank für Euere Hilfe!

U.











Wolfgang Barth
14.03.2012 - 23:21
Am 14.03.2012 16:43, schrieb Ulrich Lupus:
Wir werden uns die virtuelle Telefonanalge centraflex von QSC zulegen.
Leider ist die Konfigurationsberatung bei QSC dünn, und wir kennen uns
selbst nicht hinreichend aus und wollen hier auch keine Baustelle aufmachen
(obwohl technisches Verständnis als Softwarehaus im Prinzip vorhanden).

Irgendwie verstehe ich nicht, wie man etwas kaufen kann, obwohl man
anscheinend selber nichts machen kann und keinen sinnvollen Service hat.

Auf unserer (Inhaus-)Seite des Routers betreiben wir ein LAN (100 MBit/s),
das jetzt für die Telefonie mitgenutzt werden soll (ein zweites LAN für die
Telefonie ist nicht vorgesehen). Frage: Ist es möglich, der Telefonie eine
gewisse Bandbreite zu reservieren, so dass die Telefonie auch bei dicken
Datenübertragungen im LAN, etwa zwischen Server und Workstation, nicht
gestört wird? Was ist (im Prinzip) zu tun? Link?

Bei so einer Leitung sollte VoIP auch ohne irgendeine Priorisierung gut
funktionieren. Ansonsten sieh mal in der Bedienungsanleitung des Routers
nach, ob er Priorisierungen zuläßt und stelle sie dann ein. Eine Hilfe
ohne Information über den Router ist nicht möglich.

In einem kleinen Außenbüro benutzen wir Telekom BusinessBasic, DSL 6000 (bis
zu 6.016 kbit/s im Download und bis zu 576 kbit/s im Upload). QSC ist an
diesem Standort nicht verfügbar. Deswegen geht hier mit Priosierung der
Telefonie zwischen Router und QSC nix.

Frage1: Ist es möglich, von den 6.016 kbit/s im Download und bzw. 576 kbit/s
im Upload etwas Bandbreite für die Telefonie zu reservieren?

Was kann der Router dort? Aber im Prinzip ist auch hier kein Problem zu
erwarten. Selbst der Upload reicht für etliche parallele Telefonate.
Wieviele Telefone sollen denn gleichzeitig laufen dort?

Frage2: Ist es möglich, im Inhaus-LAN eine gewisse Bandbreite zu reservieren
(analog oben)?
Eigentlich unnötig. Aber ja, das ist möglich, wenn die Router und
Switches das können.

Habe ich etwas übersehen?

Guten Support durch den Anbieter.

Kennt jemand einen "Experten" in München`?

Bestimmt gibt es jemanden, der einen VoIP Experten in München kennt.

mfg wb

"Ulrich Lupus"
15.03.2012 - 00:33

"Wolfgang Barth" schrieb:

Zunächst einmal Danke :-)

Auf unserer (Inhaus-)Seite des Routers betreiben wir ein LAN (100
MBit/s), das jetzt für die Telefonie mitgenutzt werden soll...

Bei so einer Leitung sollte VoIP auch ohne irgendeine Priorisierung gut
funktionieren. Ansonsten sieh mal in der Bedienungsanleitung des Routers
nach, ob er Priorisierungen zuläßt und stelle sie dann ein. Eine Hilfe
ohne Information über den Router ist nicht möglich.

Hierzu eine echte DAU-Frage:

Der Router sendet ein VoIP-Paket also priorisiert zum Telefon. Um-
gekehrt ist das VoIP-Telefon vermutlich auch in der Lage, VoIP-
Pakete priorisiert zum Router zu schicken.

Aber wie ist es mit den Geräten, insbesondere Rechnern, die sich
auch am LAN befinden. Respektieren die die Priorisierung?

Und: Wie funktioniert Priorisierung überhaupt: Ethernet funktioniert
doch so, das die Sender ihre Datenpakete einfach ins LAN jagen,
und wenn es eine Kollision gibt, versuchen sie es nach einer Weile
noch mal. Wir kann man hier einem Datenpaket Priorität einräumen?


In einem kleinen Außenbüro benutzen wir Telekom BusinessBasic, DSL 6000
(bis zu 6.016 kbit/s im Download und bis zu 576 kbit/s im Upload). QSC
ist an diesem Standort nicht verfügbar. Deswegen geht hier mit
Priosierung
der Telefonie zwischen Router und QSC nix.

Frage1: Ist es möglich, von den 6.016 kbit/s im Download und bzw. 576
kbit/s im Upload etwas Bandbreite für die Telefonie zu reservieren?

Was kann der Router dort?

Der kann nach Bedarf ausgetauscht werden. Daran wird es nicht
scheitern.

Aber im Prinzip ist auch hier kein Problem zu erwarten. Selbst der Upload
reicht für etliche parallele Telefonate.

Das schon. Aber wenn gleichzeitig eine dicke E-Mail abgeschickt wird?


Frage2: Ist es möglich, im Inhaus-LAN eine gewisse Bandbreite zu
reservieren (analog oben)?
Eigentlich unnötig. Aber ja, das ist möglich, wenn die Router und Switches
das können.

Wie funktioniert das im Prinzip? Wenn nur Router und Switsches
entsprechend konfiguriert werden müssen - woher weiß dann der
PC, der dem Server Daten senden will, von der Bandbreitenreser-
vierung?

Wie heißt das? Wonach muss man im Handbuch suchen?


Kennt jemand einen "Experten" in München`?

Bestimmt gibt es jemanden, der einen VoIP Experten in München kennt.

Ach :-)

U.





Peter Koerber
15.03.2012 - 00:49
Ulrich,
Wir werden uns die virtuelle Telefonanalge centraflex von QSC zulegen.
Leider ist die Konfigurationsberatung bei QSC dünn, und wir kennen uns
selbst nicht hinreichend aus und wollen hier auch keine Baustelle aufmachen
(obwohl technisches Verständnis als Softwarehaus im Prinzip vorhanden).

Hmmm, wenn die bei QSC so grosse Sprüche auf ihrer Webseite machen und
dann eine eher dünne Konfigurationsberatung abgeben, dann würde ich ein
solches Unternehmen sicher nicht in die nähere Betrachtung ziehen. Ihr
habt Euch entschieden, also gibts nichts daran zu rütteln.
Um wieviele Nebenstellen geht es eigentlich und wie viele
"Netzanschlüsse" braucht Ihr?


Wir haben bei QSC bereits den Internetzugang gebucht (SDSL). Der Router
wird - teils auf unsere Anweisungen - von QSC konfiguriert (uns wird das
Passwort nicht bekanntgegeben, der Service klappt jedoch an 7/24 Stunden
hervorragend). Ich vermute, dass wir für die Telefonie einen neuen Router
bekommen werden.

Oij! Also kein Festnetz und nur Voip, und dann fällt der Server des
Netzbetreibers aus (oder es finden irgendwelche Wartungsarbeiten statt):
Wie wollt ihr denn QSC kontaktieren, wenn es kein Voip-Telefon und kein
Internet gibt? Da nützt mir auch ein 7/24 Stunden-Service nichts.
Wenn man die Zugangsdaten für Voip nicht selber einstellen kann, dann
bekommt man eben einen Router (irgendein Billigprodukt Made in ROC) auf
dem alles eingestellt ist - ohne jegliche Zugriffsmöglichkeit - und im
Worst-Case, Router gibt den Geist auf (am Liebsten an einem Freitag ab
15 Uhr), ist dann Ende der Stange. Im Blödmarkt könnte ich noch schnell
einen neuen Router kaufen (oder einen aus der eigenen Grabbelkiste
raussuchen) und selber konfigurieren, doch bei einem "Geheimrouter"
heisst es dann warten und nochmals warten. Und ob dann der Bote von DHL
am Montag schon um 8 Uhr vor der Türe steht (mit einem Ersatzrouter von
QSC), ist auch eine Frage...

Auf unserer (Inhaus-)Seite des Routers betreiben wir ein LAN (100 MBit/s),
das jetzt für die Telefonie mitgenutzt werden soll (ein zweites LAN für die
Telefonie ist nicht vorgesehen). Frage: Ist es möglich, der Telefonie eine
gewisse Bandbreite zu reservieren, so dass die Telefonie auch bei dicken
Datenübertragungen im LAN, etwa zwischen Server und Workstation, nicht
gestört wird? Was ist (im Prinzip) zu tun? Link?

Wie schon von Wolfgang vermerkt, sollten da keine Probleme im eigenen LAN
entstehen. Bei einem "Geheimrouter" gibt es nichts zum Einstellen.
Ansonsten mal in Wikipedia nach dem Stichwort QOS suchen, dann weiss man
mehr über Priorisierung. Und viele Router haben auch
Einstellmöglichkeiten für QOS.

In einem kleinen Außenbüro benutzen wir Telekom BusinessBasic, DSL 6000 (bis
zu 6.016 kbit/s im Download und bis zu 576 kbit/s im Upload). QSC ist an
diesem Standort nicht verfügbar. Deswegen geht hier mit Priosierung der
Telefonie zwischen Router und QSC nix.

576 K (Up) reichen für 6 gleichzeitige Telefongespräche ohne weiteres.
Und QOS
(Priorisierung) wird immer beim abgehenden Router eingestellt (weil die
Uploadgeschwindigkeit in den meisten Fällen bedeutend kleiner ist, als die
Downloadgeschwindigkeit), also beim Router im Aussenbüro.

Frage1: Ist es möglich, von den 6.016 kbit/s im Download und bzw. 576 kbit/s
im Upload etwas Bandbreite für die Telefonie zu reservieren?

Frage2: Ist es möglich, im Inhaus-LAN eine gewisse Bandbreite zu reservieren
(analog oben)?

QOS für Voip sollte das alles automatisch machen.
Peter

"Ulrich Lupus"
15.03.2012 - 11:28

"Peter Koerber" schrieb:

Hmmm, wenn die bei QSC so grosse Sprüche auf ihrer Webseite machen
und dann eine eher dünne Konfigurationsberatung abgeben, dann würde
ich ein solches Unternehmen sicher nicht in die nähere Betrachtung ziehen.

Wir sind seit fast auf den Tag genau 9 Jahren bei QSC (mit SDSL) und
haben beste Erfahrungen gemacht (auch mit Konfigurationsänderungen
am Router nachts um drei Uhr).


Oij! Also kein Festnetz und nur Voip, und dann fällt der Server des
Netzbetreibers aus (oder es finden irgendwelche Wartungsarbeiten statt):
Wie wollt ihr denn QSC kontaktieren, wenn es kein Voip-Telefon und kein
Internet gibt?

Vielleicht mobil?

Da nützt mir auch ein 7/24 Stunden-Service nichts.

Außer angekündigter Wartung (stets sonntags zwischen ca. 0:00 und
3:00 Uhr, jeweils max. 10 bis 20 Minuten) hatten wir einen längeren
Ausfall. Da ging aber auch über das Festnetz nix, weil beides über
denselben Verteilerkasten lief, den ein LKW aufs Korn genommen hatte.

Wenn man die Zugangsdaten für Voip nicht selber einstellen kann, dann
bekommt man eben einen Router (irgendein Billigprodukt Made in ROC)

Ist "OneAccess Networks One60" ein Billigprodukt?

und im Worst-Case, Router gibt den Geist auf (am Liebsten an einem
Freitag ab 15 Uhr), ist dann Ende der Stange.

Es sei denn, man hat ein Reservegerät liegen.


Wie schon von Wolfgang vermerkt, sollten da keine Probleme im eigenen
LAN entstehen.

Auch nicht, wenn zwischen Workstations und Servern größere Dateien
hin- und hergeschaufelt werden? Professionell ist, nach dem was ich
bisher las, für die Telefonie ein zweites internes LAN bereitzustellen.
Da wir das vermeiden wollen, meine Frage, wie man auch bei einem
LAN QoS sicherstellt.


In einem kleinen Außenbüro benutzen wir Telekom BusinessBasic, DSL 6000
bis zu 6.016 kbit/s im Download und bis zu 576 kbit/s im Upload). QSC ist
an diesem Standort nicht verfügbar. Deswegen geht hier mit Priosierung
der
Telefonie zwischen Router und QSC nix.

576 K (Up) reichen für 6 gleichzeitige Telefongespräche ohne weiteres.

Auch hier: Was ist bei gleichzeitigem Upload dicker E-Mail-Anhänge?


Und QOS (Priorisierung) wird immer beim abgehenden Router eingestellt

Dem Vernehmen nach geht das nicht, wenn man VoIP von einem Telekom-
Zugang aus mit einem Nicht-Telekom-Telephonieprovider betreibt.

Man liest auch vom Verdacht, dass die Telekom diese Kommunikation
qualitativ behindert/benachteiligt.

U.




Wolfgang Barth
15.03.2012 - 12:03
Am 15.03.2012 11:28, schrieb Ulrich Lupus:

In einem kleinen Außenbüro benutzen wir Telekom BusinessBasic, DSL 6000
bis zu 6.016 kbit/s im Download und bis zu 576 kbit/s im Upload). QSC ist
an diesem Standort nicht verfügbar. Deswegen geht hier mit Priosierung
der
Telefonie zwischen Router und QSC nix.

576 K (Up) reichen für 6 gleichzeitige Telefongespräche ohne weiteres.

Auch hier: Was ist bei gleichzeitigem Upload dicker E-Mail-Anhänge?

Kein Problem. Auch dicker Dateitransfer stört die Telefonie
erfahrungsgemäß nicht. Bei der relativ niedrigen Uploadrate würde ich
aber nicht unbedingt mehrere Uploads gleichzeitig machen wollen. Man
muss es ja nicht drauf anlegen. Aber wenn du 4 Telefonate und noch zwei
Uploads gleichzeitig machst, vielleicht wirds dann etwas enger.


Und QOS (Priorisierung) wird immer beim abgehenden Router eingestellt

Dem Vernehmen nach geht das nicht, wenn man VoIP von einem Telekom-
Zugang aus mit einem Nicht-Telekom-Telephonieprovider betreibt.

Doch, das ist dann zwar keine Priorisierung im Internet selbst, aber
eine lokale Priorisierung in deinem LAN und das LAN schickt dann auch
priorisiert die Sprach-Pakete raus.


Man liest auch vom Verdacht, dass die Telekom diese Kommunikation
qualitativ behindert/benachteiligt.

Vielleicht im UMTS Netz, nicht im Festnetz-Internet.
In jedem Fall nicht so, daß es beim telefonieren stört.


polaris
15.03.2012 - 17:45

On Thu, 15 Mar 2012 00:33:36 +0100, "Ulrich Lupus"
<UL@invalid.invalid> wrote:

Aber wie ist es mit den Geräten, insbesondere Rechnern, die sich
auch am LAN befinden. Respektieren die die Priorisierung?

Wie funktioniert das im Prinzip? Wenn nur Router und Switsches
entsprechend konfiguriert werden müssen - woher weiß dann der
PC, der dem Server Daten senden will, von der Bandbreitenreser-
vierung?

Ein Rechner muss von der Bandbreitenreservierung nichts wissen.
Vereinfacht ausgedrückt funktioniert das so:
Man stellt am Router/Switch ein, daß VoIP-Pakete bevorzugt werden
sollen. Dann läßt der Router erst die VoIP-Pakete durch und hält die
anderen Pakete solange zurück, da kann der PC gar nichts gegen machen.
Erst wenn die VoIP-Pakete durch sind, werden die anderen Pakete
weitergeleitet. Das ganze natürlich im Bereich von Millisekunden, so
daß man davon nichts merkt.

CU

Polaris


Marc Haber
15.03.2012 - 18:44
"Ulrich Lupus" <UL@invalid.invalid> wrote:
Ist "OneAccess Networks One60" ein Billigprodukt?

Leider ja.

Gr3C3Fe
Marc
--0
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! =
-----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im =
Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | =
http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 =
72739834

Andreas Krause
15.03.2012 - 19:12
Am 15.03.2012 18:44, schrieb Marc Haber:
"Ulrich Lupus" <UL@invalid.invalid> wrote:
Ist "OneAccess Networks One60" ein Billigprodukt?

Leider ja.

Grüße
Marc

Vollste Zustimmung

GrAndy

"Ulrich Lupus"
15.03.2012 - 19:24

"Norbert Fischer" schrieb:

Aber wie ist es mit den Geräten, insbesondere Rechnern, die sich
auch am LAN befinden. Respektieren die die Priorisierung?

Wie funktioniert das im Prinzip? Wenn nur Router und Switsches
entsprechend konfiguriert werden müssen - woher weiß dann der
PC, der dem Server Daten senden will, von der Bandbreitenreser-
vierung?

Ein Rechner muss von der Bandbreitenreservierung nichts wissen.
Vereinfacht ausgedrückt funktioniert das so:
Man stellt am Router/Switch ein, daß VoIP-Pakete bevorzugt werden
sollen. Dann läßt der Router erst die VoIP-Pakete durch und hält die
anderen Pakete solange zurück...

Aha, so einfach :-)

Soweit ich mich gelesen zu haben erinnere, wird Priorisierung im
öffentlichen Internet nicht durchgängig unterstützt. Wegen der vor-
handenen Bandbreiten stört das vermutlich nicht so sehr? Oder gibt
es so eine Art High-Quality-Verbindungen, die für VoIP bevorzugt
geroutet werden können?

U.





polaris
15.03.2012 - 19:47
On Thu, 15 Mar 2012 19:24:13 +0100, "Ulrich Lupus"
<UL@invalid.invalid> wrote:

Soweit ich mich gelesen zu haben erinnere, wird Priorisierung im
öffentlichen Internet nicht durchgängig unterstützt. Wegen der vor-
handenen Bandbreiten stört das vermutlich nicht so sehr?

Zum einen reicht es, wenn Dein Router die VoIP-Daten bevorzugt zum
Provider schickt, ab dort ist das Netz dann schnell genug um die Daten
weiterzuleiten. Zum anderen sollte inzwischen jeder deutsche Provider
VoIP bevorzugen.

Oder gibt es so eine Art High-Quality-Verbindungen, die für VoIP bevorzugt
geroutet werden können?

Sogar das gibt es. Das Decix ist grade dabei ein eigenes Netz nur für
VoIP und Video aufzubauen, an das andere Provider sich dann
anschließen können.

siehe http://www.heise.de/-1416780.html

CU

Norbert


Peter Koerber
15.03.2012 - 20:01
Ulrich,
Ist "OneAccess Networks One60" ein Billigprodukt?

Ist das etwas zum Essen?
Spass beiseite, aber das Produkt ist komplett unbekannt. Also
irgendetwas Zusammengestiefeltes mit irgendeinem Markenkleber versehen.
Ich wohne in einem französischen Überseegebiet und kann Dir sagen, dass
das Ding auch in Frankreich total unbekannt ist. Die
Konformitätserklärung in der Gebrauchsanleitung weist nach Frankreich.
An der betreffenden Adresse hat es 12 Unternehmungen, davon 10 im
Technologiebereich. Tönt nach Briefkastenfirma... Oneaccess-net ist in
Belgien gehostet und der Domaininhaber sitzt in den USA (Buffalo NY).
Also alles sehr vertrauenswürdige Sachen...

und im Worst-Case, Router gibt den Geist auf (am Liebsten an einem
Freitag ab 15 Uhr), ist dann Ende der Stange.

Es sei denn, man hat ein Reservegerät liegen.

Beo vorkonfigurierten Geräten bekommst mit Garantie kein Reservegerät.

Auch nicht, wenn zwischen Workstations und Servern größere Dateien
hin- und hergeschaufelt werden? Professionell ist, nach dem was ich
bisher las, für die Telefonie ein zweites internes LAN bereitzustellen.
Da wir das vermeiden wollen, meine Frage, wie man auch bei einem
LAN QoS sicherstellt.

Wenn Du Dir die Informationen über QOS zu Gemüte genommen hast, dann
weisst Du auch, dass die priorisierten Datenpakete eben im Header
dementsprechend gekennzeichnet sind. Und die laufen dann überall eben
priorisiert. Ob im LAN oder WAN.

576 K (Up) reichen für 6 gleichzeitige Telefongespräche ohne weiteres.

Auch hier: Was ist bei gleichzeitigem Upload dicker E-Mail-Anhänge?

Priorisierung (QOS) auf Voip - sofern eben im Router einstellbar und
dann auch wirklich vom Router umgesetzt - unterscheidet nicht zwischen
E-Mails, normalen Daten, Musik oder sonstwas. Priorisierte Datenpakete
haben Vorrang vor anderen Datenpaketen. Punkt.

Dem Vernehmen nach geht das nicht, wenn man VoIP von einem Telekom-
Zugang aus mit einem Nicht-Telekom-Telephonieprovider betreibt.

Wer hat dieses Märchen erzählt? Wenn der Router mit einer Priorisierung
auf Voip eingestellt ist, dann ist dem Router absolut wurscht, an
welchem Netzbetreiber er hängt. Dass der Netzbetreiber priorisierte
Voip-Datenpakete ausbremst (oder sogar keine Voip-Datenpakete zulässt)
ist nur in Handynetzen bekannt.

Man liest auch vom Verdacht, dass die Telekom diese Kommunikation
qualitativ behindert/benachteiligt.

Verdacht? Und wo kann man etwas über den effektiven Nachweis etwas
lesen? Bösartige Gerüchte sind immer hartnäckig...
Peter

Paul Muster
15.03.2012 - 20:16
On 15.03.2012 20:01, Peter Koerber wrote:

Wenn Du Dir die Informationen über QOS zu Gemüte genommen hast, dan=
n
weisst Du auch, dass die priorisierten Datenpakete eben im Header
dementsprechend gekennzeichnet sind. Und die laufen dann überall eben=

priorisiert. Ob im LAN oder WAN.

Nein.

Priorisierung (QOS) auf Voip - sofern eben im Router einstellbar und
dann auch wirklich vom Router umgesetzt - unterscheidet nicht zwischen
E-Mails, normalen Daten, Musik oder sonstwas.

Doch, gerade. Das ist ja der Sinn von QoS: Die verschiedenen Verkehre
werden in verschiedene Klassen eingeteilt.

Priorisierte Datenpakete
haben Vorrang vor anderen Datenpaketen. Punkt.

Nein. Sie werden nur in solchen Netzen priorisiert transportiert, die
dafür konfiguriert sind, QoS-Angaben zu beachten. Und das ist "im
Internet" grundsätzlich nicht der Fall.

Und selbst wenn ein großer Carrier QoS nutzt und innerhalb seines
Backbone anhand der QoS-Informationen priorisiert, wird er dazu i.A.
nicht die QoS-Informationen nutzen, die der Kunde setzt. Sonst würde ja=

- salopp gesagt - jeder Kunde seine Pakete auf "wichtig, ganz schnell
weiterschicken" setzen.


mfG Paul


Paul Muster
15.03.2012 - 20:19
On 15.03.2012 19:47, Norbert Fischer wrote:
On Thu, 15 Mar 2012 19:24:13 +0100, "Ulrich Lupus"
<UL@invalid.invalid> wrote:

Soweit ich mich gelesen zu haben erinnere, wird Priorisierung im
öffentlichen Internet nicht durchgängig unterstützt. Wegen der v=
or-
handenen Bandbreiten stört das vermutlich nicht so sehr?0
0
Zum einen reicht es, wenn Dein Router die VoIP-Daten bevorzugt zum
Provider schickt, ab dort ist das Netz dann schnell genug um die Daten
weiterzuleiten.

Richtig. Der Engpass ist i.A. die Leitung vom Endkunden zum Provider
(letzte Meile, upstream).

Zum anderen sollte inzwischen jeder deutsche Provider
VoIP bevorzugen.

Sollte - mag sein. Tut - sicher nicht.

Oder gibt es so eine Art High-Quality-Verbindungen, die für VoIP bev=
orzugt
geroutet werden können?
0
Sogar das gibt es. Das Decix ist grade dabei ein eigenes Netz nur für=

VoIP und Video aufzubauen, an das andere Provider sich dann
anschließen können.
0
siehe http://www.heise.de/-1416780.html

Naja, das ist allerdings ein etwas anderer Fokus als Ulrichs
VoIP-Anbindung. Bei dem, was Decix aufbaut, geht es um die
Zusammenschaltung verschiedener VoIP-Anbieter.


mfG Paul


"Ulrich Lupus"
15.03.2012 - 21:58

"Peter Koerber" schrieb:

Router gibt den Geist auf (am Liebsten an einem Freitag ab 15 Uhr), ist
dann Ende der Stange. Im Blödmarkt könnte ich noch schnell einen neuen
Router kaufen (oder einen aus der eigenen Grabbelkiste raussuchen) und
selber konfigurieren, doch bei einem "Geheimrouter" heisst es dann warten
und nochmals warten. Und ob dann der Bote von DHL am Montag schon
um 8 Uhr vor der Türe steht (mit einem Ersatzrouter von QSC), ist auch
eine Frage...

http://www.qsc.de/index.php?id833&no_cache&sword_list[0]=router

Wem das nicht reicht, der holt sich einen vorkonfigurierten Ersatzrouter ins
Haus.

U.








Share/Bookmark

next