Delete / Löschen

sich selbst enthalten

Rudolf Sponsel
28.12.2008 - 21:23

Hallo Interessiert-Kundige,

bin mal wieder mit etwas u.a. ML-Nahen befasst, nämlich mit der Idee "sich
selbst enthalten" und sammle Material hierzu.

Vier Fragen zu "sich selbst enthalten":

1) weiss jemand, wer zuerst auf die Idee kam, dass sich etwas selbst enthalten
könnte/ sollte (m.E. ist das in der schönen und klaren Definition der Menge
durch CANTOR nicht "enthalten" ;-))

2) kennt jemand eine Rechtfertigung, Erklärung oder Begründung für diese Idee,
dass es auf der Welt irgend etwas geben könnte, das sich selbst enthält?

3) Zu was braucht die ML diese Idee? Gibt es auch eine ML ohne diese Idee?

4) kennt jemand Beispiele auf dem "wirklichen" Leben, die sozusagen ein Modell
für diese Idee sein könnten? Enthält z.B. dieses Posting z.B. sich selbst oder
enthalten 10g Zucker sich selbst?

Guten Abend und vielen Dank für sachkundige Auskünfte.

Rudolf Sponsel, Erlangen





Gottfried Helms
28.12.2008 - 22:32
Am 28.12.2008 21:23 schrieb Rudolf Sponsel:
Hallo Interessiert-Kundige,

bin mal wieder mit etwas u.a. ML-Nahen befasst, nämlich mit der Idee "sich
selbst enthalten" und sammle Material hierzu.

Vier Fragen zu "sich selbst enthalten":

1) weiss jemand, wer zuerst auf die Idee kam, dass sich etwas selbst enthalten
könnte/ sollte (m.E. ist das in der schönen und klaren Definition der Menge
durch CANTOR nicht "enthalten" ;-))

2) kennt jemand eine Rechtfertigung, Erklärung oder Begründung für diese Idee,
dass es auf der Welt irgend etwas geben könnte, das sich selbst enthält?

Schönflies hat das ja als sozusagen Kinderkrankheit der ML herausgearbeitet
und Argumente entwickelt, warum die ML auf dieses Konzept verzichten sollte -
jedenfalls lese ich das aus dem Artikel.


3) Zu was braucht die ML diese Idee? Gibt es auch eine ML ohne diese Idee?

Es war anscheinend eine Kinderkrankheit, eine unbrauchbares Konzept im
Anfang der Entwicklung dieser ganzen Ideen. Schätze, daß spätestens
nach Russell diese Idee in der ML nicht überleben konnte - aber hier gibts
kompetentere Zeitgenossen als mich.


4) kennt jemand Beispiele auf dem "wirklichen" Leben, die sozusagen ein Modell
für diese Idee sein könnten? Enthält z.B. dieses Posting z.B. sich selbst oder
enthalten 10g Zucker sich selbst?

Nein, nur in manchen mathematischen/theoretisch abgehobenen Spekulationen
(Kann Gott einen Stein machen, den er nicht heben kann? Wenn Gott überall
ist ist er dann in sich selbst? Wenn die Menge der natürlichen Zahlen alle
natürlichen Zahlen enthält, enthält sie sich dann selbst?)


... Dank für sachkundige Auskünfte.

... kann ich leider nicht garantieren... ;-)


Gutes Neues an Alle -

Gottfried


Klaus Stein
28.12.2008 - 23:02
Rudolf Sponsel <email@anonym; wrote:

2) kennt jemand eine Rechtfertigung, Erklärung oder Begründung für diese
Idee, dass es auf der Welt irgend etwas geben könnte, das sich selbst
enthält?

3) Zu was braucht die ML diese Idee? Gibt es auch eine ML ohne diese Idee?

Für mich ist die Frage falschrum gestellt. Ich fange nicht an, mir eine
Menge auszudenken, die sich selbst enthält, sondern ich fange ganz naiv an
und sage mir: wenn ich so ein paar Mengen habe, die irgendwas enthalten,
sagen wir, A eine Menge von 4 Äpfeln, B die Menge, die die Zahlen 23 und 42
enthält und die Menge C, die zwei Tassen Kaffee enthält, die wir gemeinsam
trinken könnten.

Naja, und dann könnte ich mir eine Menge D vorstellen, die die Mengen A und
B enthält (das ist eine andere Menge als die Menge E, die die Elemente aus A
und B enthält, D = {A, B} und E = A u B). Und nun könnte ich mir eine Menge
F vorstellen, die D und C enthält usw. Und nun kann ich sagen: X ist die
Menge, die alle zweielementigen Mengen enthält, und Y ist die Menge, die
alle Mengen enthält, die mindestens eine Menge enthalten usw.

Und nun sag ich: Z ist die Menge, die alle Mengen enthält, die ich aus
obigen Mengen A, B, C durch (beliebige) Vereinigungen oder Enthalten-sein
basteln kann. Und da stellt sich ganz natürlich die Frage: ist Z in Z
enthalten? Denn Z kann ich ja augenscheinlich so bauen.
Und was ist mit Y? ist Y in Y drin?

D.h. sobald ich anfange zu erlauben, daß Mengen in anderen Mengen enthalten
sind (und das kennen wir in der Realität aus Postbeuteln die in Postbeuteln
versackt bzw. in Postsäcken verbeutelt sind), entsteht letztlich die Frage,
ob bestimmte Mengen gebildet werden können oder nicht.

4) kennt jemand Beispiele auf dem "wirklichen" Leben, die sozusagen ein
Modell für diese Idee sein könnten? Enthält z.B. dieses Posting z.B. sich
selbst oder enthalten 10g Zucker sich selbst?

Es gibt Computerprogramme, die ihren eigenen Sourcecode ausgeben (Hunderte
Beispiele in vielen Programmiersprachen). Meine Vorstellung von meinem
Bewußtsein ist in meinem Bewußtsein, ...


Klaus
--
http://lapiz.istik.de/

The Answer is 42. And I am the Answer. Now I am looking for the Question.

Gottfried Helms
28.12.2008 - 23:13
Am 28.12.2008 23:02 schrieb Klaus Stein:
D.h. sobald ich anfange zu erlauben, daß Mengen in anderen Mengen enthalten
sind (und das kennen wir in der Realität aus Postbeuteln die in Postbeuteln
versackt bzw. in Postsäcken verbeutelt sind), entsteht letztlich die Frage,
ob bestimmte Mengen gebildet werden können oder nicht.

Sozusagen, der Postbeutel X, der alle Postbeutel enthält...
enthält er sich auch? Und - könnte *jeder* Postbeutel derjenige sein,
der alle enthält? Was zeichnet einen Postbeutel aus, daß er
derjenige sein kann, der alle enthält? Ist er dann noch
ein gewöhnlicher Postbeutel? Oder ein Postbeutel-beutel?...

... beutelneurose... omm...

<g>


Herbert Newman
28.12.2008 - 23:59
Am Sun, 28 Dec 2008 21:23:28 +0100 schrieb Rudolf Sponsel:


Vier Fragen zu "sich selbst enthalten":

Man muss hier erst mal klären, was mit "sich selbst enthalten" gemeint ist.
Vermutlich meinst Du hier: sich als Element selbst enthalten. Kurz:

A e A ,

wenn "A" die Menge bezeichnet, die sich selbst als Element enthält.


1) weiß jemand, wer zuerst auf die Idee kam, dass sich etwas selbst enthalten
könnte/sollte

Das ist schwer zu sagen. Tatsache ist, dass Russell um 1900 hierzu einiges
gedacht und (später) dann auch gesagt hat. Die berühmte Russell-"Menge"
soll je gerade die Menge aller Mengen sein, die sich NICHT selbst als
Elemente enthalten; mit anderen Worten, die Menge aller "vernünftigen"
Mengen (wenn es denn überhaupt andere geben sollte).

/sollte

Lange Zeit wollte an damit in der Mathematik/ML nichts zu tun haben.
DESHALB haben ja auch von Neumann und Zermelo (1930) solche Mengen _per
Axiom_ explizit ausgeschlossen. (Nachdem Mirimanoff schon 1917 darauf
hingewiesen hatte, dass solche Mengen zumindest mathematisch möglich
/denkbar sind.)


(m. E. ist das in der schönen und klaren Definition der Menge
durch CANTOR nicht "enthalten" ;-)

Ja, das kann man so sehen.


2) kennt jemand eine Rechtfertigung, Erklärung oder Begründung für die[.]
Idee, dass [...] etwas [...] sich selbst enthält?

Ja. Anmerkung: Solche Mengen (wie oben beschrieben) werden heute als
"hypersets" bezeichnet.

"Computer science, linguistics, situation semantics, and the broad fields
of artificial intelligence and cognitive science have given urgency to the
need to formulate models of self-referential structures. To many, hypersets
are the natural avenue to pursue."

Source:
http://bsmith7.asp.radford.edu/Hypersets.pdf


3) Zu was braucht die ML diese Idee? Gibt es auch eine ML ohne diese Idee?

??? Wie meinen?

In der ZFC und allen üblichen "Standard-"Mengenlehren werden solche Mengen
per Axiom ausgeschlossen. Insofern scheint man hypersets im Kontext der ML
nicht wirklich zu "brauchen". Jedoch hat u.a. Peter Aczel nachgewiesen,
dass man in ZFC ohne weiteres das Fundierungsaxiom (das solche Mengen
ausschließt) z. B. durch AFA (anti-foundation axiom) ersetzen kann. In
Peter Aczels ML gibt es also Mengen A mit A e A.


4) kennt jemand Beispiele auf dem "wirklichen" Leben, die sozusagen ein Modell
für diese Idee sein könnten?

Ja, gute Frage, siehe oben:

"Computer science, linguistics, situation semantics, and the broad fields
of artificial intelligence and cognitive science have given urgency to the
need to formulate models of self-referential structures. To many, hypersets
are the natural avenue to pursue."

Source:
http://bsmith7.asp.radford.edu/Hypersets.pdf

Literatur dazu:

Barwise, Jon and Lawrence Moss. 1996. Vicious Circles: On the
Mathematics of Non-Wellfounded Phenomena.

Review:
http://projecteuclid.org/DPubS/Repository/1.0/Disseminate?viewody&id=pdf_1&handleuclid.rml/1081878069


Herbert

Herbert Newman
29.12.2008 - 00:11
Am Sun, 28 Dec 2008 22:32:20 +0100 schrieb Gottfried Helms:


3) Zu was braucht die ML diese Idee? Gibt es auch eine ML ohne diese Idee?

Es war anscheinend eine Kinderkrankheit, eine unbrauchbares Konzept im
Anfang der Entwicklung dieser ganzen Ideen.

Eigentlich nicht. Genau genommen hat sich niemand wirklich für derartige
Mengen interessiert. Russells Paradox basiert ja auf der Idee eine Menge zu
betrachten, die NUR (und alle) "richtige(n)" Mengen (also Mengen die sich
nicht selbst als Element enthalten) enthält; aber eben... damit ist man
dann (zumindest im Kontext der sog. "naiven ML") im Dilemma... :-)


Schätze, daß spätestens nach Russell diese Idee in der ML nicht überleben
konnte ...

Zumindest musste man eine "ordentliche" Axiomatisierung der ML finden...

Jedoch enthielt das ursprüngliche Axiomensystem von Zermelo (1908) noch
KEIN Fundierungsaxiom, so dass derartige Mengen nicht explizit ausge-
schlossen waren.

HEUTE gibt es eine Variante der ZFC in der Fund durch AFA (anti-fund.
axiom) ersetzt ist. :-) Kurz: derartige Mengen sind also heute hoffähig
geworden. :-)


4) kennt jemand Beispiele auf dem "wirklichen" Leben, die sozusagen ein Modell
für diese Idee sein könnten? Enthält z.B. dieses Posting z.B. sich selbst oder
enthalten 10g Zucker sich selbst?

Nein, nur in manchen mathematischen/theoretisch abgehobenen Spekulationen [...].

*hüstel* Da irrst Du Dich...

"Computer science, linguistics, situation semantics, and the broad fields
of artificial intelligence and cognitive science have given urgency to the
need to formulate models of self-referential structures. To many, hypersets
are the natural avenue to pursue."

Source:
http://bsmith7.asp.radford.edu/Hypersets.pdf

Sehr gutes Buch dazu:

Barwise, Jon and Lawrence Moss. 1996. Vicious Circles: On the
Mathematics of Non-Wellfounded Phenomena.

Review:
http://projecteuclid.org/DPubS/Repository/1.0/Disseminate?viewody&id=pdf_1&handleuclid.rml/1081878069


Herbert

Herbert Newman
29.12.2008 - 00:33

Am 28 Dec 2008 22:02:23 GMT schrieb Klaus Stein:


3) Zu was braucht die ML diese Idee? Gibt es auch eine ML ohne
diese Idee?

Für mich ist die Frage falschrum gestellt.

In der Tat. Außerdem handelt es ich um eine _Suggestivfrage_, oder wie
immer man das nennen soll. Tatsache ist, dass KEINE der üblichen
Standard-Mengenlehren die im Kontext der Mathematik gang und gäbe sind
(ZFC, NBG, MK, ...), solche Mengen zulässt, vielmehr sind sie vielfach
_explizit_ ausgeschlossen.


Ich fange nicht an, mir eine Menge auszudenken, die sich selbst enthält,
sondern ich fange ganz naiv an und sage mir: wenn ich so ein paar Mengen
habe, die irgendwas enthalten, sagen wir, A eine Menge von 4 Äpfeln, B
die Menge, die die Zahlen 23 und 42 enthält und die Menge C, die zwei
Tassen Kaffee enthält, die wir gemeinsam trinken könnten.

etc. Kurz wir betrachten Mengen, wie Cantor sie "definiert" hatte:

Unter einer "Menge" verstehen wir jede Zusammenfassung M von bestimmten
wohlunterschiedenen Objekten m unserer Anschauung oder unseres Denkens
(welche die "Elemente" von M genannt werden) zu einem Ganzen.

Man kann sogar die Auffassung vertreten, dass eine derartige "Mengendef."
die leere Menge ausschließt. [...]


Naja, und dann könnte ich mir eine Menge D vorstellen, die die Mengen A und
B enthält[:] D = {A, B}.

Ja, auch das ist mit Cantors Definition im Einklang ("Objekten ... unseres
Denkens").


Und nun könnte ich mir eine Menge F vorstellen, die D und C enthält usw.
Und nun kann ich sagen: X ist die Menge, die alle zweielementigen Mengen
enthält, und Y ist die Menge, die alle Mengen enthält, die mindestens eine
Menge enthalten usw.

Und nun sag ich: Z ist die Menge, die alle Mengen enthält, die ich aus
obigen Mengen A, B, C durch (beliebige) Vereinigungen oder Enthalten-sein
basteln kann. Und da stellt sich ganz natürlich die Frage: ist Z in Z
enthalten? Denn Z kann ich ja augenscheinlich so bauen.
Und was ist mit Y? ist Y in Y drin?

D.h. sobald ich anfange zu erlauben, daß Mengen in anderen Mengen enthalten
sind (und das kennen wir in der Realität aus Postbeuteln die in Postbeuteln
versackt bzw. in Postsäcken verbeutelt sind), entsteht letztlich die Frage,
ob bestimmte Mengen gebildet werden können oder nicht.

Genau.

Freges Axiomatisierung der ML erlaubte ja dann die sog. naive Kompre-
hension. Also eine Mengenbildung, die beliebige "Eigenschaften" zu diesem
Zwecke zulässt. Man kann das als Axiomenschema wie folgt formulieren:

ExAy(y e x <-> E(y)).

D. h. zu einer beliebigen Eigenschaft E gibt es eine Menge x, die alle
Objekte y enthält für die E(y) gilt (und nur diese).

Wählt man nun für E die Eigenschaft sich _nicht_ selbst als Element zu
enthalten (formal: "x !e x"), dann erhält man also die Existenz einer Menge
x, für die gilt:

Ay(y e x <-> y !e y).

Speziell würde dann gelten:

x e x <-> x !e x.

Was einen Widerspruch impliziert. Das Russell-Paradox!


Das heißt aber NICHT, dass damit Mengen A für die

A e A

gilt als "widersprüchlich" nachgewiesen wären! Tatsächlich weiß man heute,
dass solche Mengen problemlos zugelassen werden können (in einer ent-
sprechenden ML).


Herbert

Herbert Newman
29.12.2008 - 00:47
Am Sun, 28 Dec 2008 23:13:49 +0100 schrieb Gottfried Helms:


D.h. sobald ich anfange zu erlauben, daß Mengen in anderen Mengen enthalten
sind (und das kennen wir in der Realität aus Postbeuteln die in Postbeuteln
versackt bzw. in Postsäcken verbeutelt sind), entsteht letztlich die Frage,
ob bestimmte Mengen gebildet werden können oder nicht.

Sozusagen, der Postbeutel X, der alle Postbeutel enthält...

Genau. Wenn ich nun durchgängig "Postbeutel" durch "Menge" ersetze, erhalte
ich folgenden Text:


Sozusagen, die Menge X, die alle Mengen enthält...

Ja, das wäre dann die Allmenge. (Diese müsste sich natürlich -als Menge-
auch selbst enthalten: X e X.)


enthält sie sich auch?

Ja, siehe oben.


Und - könnte *jede* Menge diejenige sein, die alle enthält?

Nein. Wenn es mehr als eine Menge gibt, dann wohl nicht. :-)


Was zeichnet eine Menge aus, daß sie derjenige [ist], die alle
enthält?

Nun ich würde sagen, ihre "charakteristische Eigenschaft", in diesem Fall:

"x = x".

Denn für die Menge

{x : x = x}

-wenn es sie denn gäbe- würde gelten:

Ay(y e {x : x = x}).

Kurz, diese Menge würde _alle_ Objekte (unserer Theorie) enthalten. (Denn
bekanntlich gilt für jedes Objekt x: x = x.)

Damit würde natürlich speziell auch gelten:

{x : x = x} e {x : x = x} ,

wie schon erwähnt.


Ist sie dann noch eine gewöhnliche Menge?

Ja, in der Quineschen Mengenlehre NF schon. Dort gibt es in der Tat die
"gewöhnliche" Menge

V := {x : x = x} ,

mit den nämlichen Eigenschaften. :-)


Oder ein Mengen-Menge?

Nun, was ist an Mengen-Mengen so besonderes? In der ZFC z. B. gibt es
bekanntlich NUR Mengen, so dass jede Menge _außer der leeren Menge_ eine
Mengen-Menge ist.

Lediglich Mengen M für die gilt

M e M

gibt es in ZFC (aufgrund des Fundierungsaxioms) nicht. D. h. durch Fund
sind solche Mengen _explizit_ ausgeschlossen. :-)

Damit gibt es natürlich in ZFC auch keine Allmenge (diese ist aber auch
schon durch andere Axiome ausgeschlossen).


Herbert

Herbert Newman
29.12.2008 - 01:03
Am Mon, 29 Dec 2008 00:47:48 +0100 schrieb Herbert Newman:


Was zeichnet eine Menge aus, daß sie derjenige [ist], die alle
[Mengen] enthält?

Nun ich würde sagen, ihre "charakteristische Eigenschaft", in diesem Fall:

   "x = x".

Oppps... Das funktioniert aber nur, wenn alle Objekte unserer Theorie (wie
z. B. in ZFC) Mengen sind.

Das kann man hier aber wohl nicht einfach so voraussetzen. Also muss man
hier etwas anders vorgehen...

Wir gehen also davon aus, dass es neben den Mengen auch noch sog. "Ur-
elemente/Atome" gibt, also Objekte, die KEINE Mengen (aber auch keine sog.
echten Klassen) sind. Um diese von den Mengen unterscheiden zu können,
führen wir das Prädikat "U" (als undefinierten Grundbegriff) ein. Für
Urelemente (und nur für diese) gilt dann U.

Wir definieren nun:

Menge(x) :<-> ~U(x).

Damit ergibt sich dann als "charakteristische Eigenschaft" für die Menge
aller Mengen: Menge(.).

Also

A := {x : Menge(x)}
und
Ay(y e {x : Menge(x)} <-> Menge(y)).

Die Menge A -wenn es sie denn gibt- würde _alle_ Mengen (unserer Theorie)
enthalten.


Herbert

Herbert Newman
29.12.2008 - 02:08
Am Sun, 28 Dec 2008 23:59:54 +0100 schrieb Herbert Newman:


Am Sun, 28 Dec 2008 21:23:28 +0100 schrieb Rudolf Sponsel:

Ein paar Anmerkungen noch zu dem Aufsatz von Schönflies. Dieser schreibt
darin:

"Wir fragen uns zweitens, ob es Mengen gibt, die sich selbst als Element
enthalten. /Die ist unmöglich./"

Aus heutiger Sicht muss man sagen, dass das schlicht und einfach _falsch_
ist. So konnte z. B. Peter Aczel zeigen, dass seine Variante der ZFC (in
der es Mengen gibt, die sich selbst als Elemente enthalten) konsistent ist,
wenn ZFC es ist. D. h. so eine Theorie ist logisch sehr wohl "möglich",
wenn überhaupt eine Mengentheorie (eben ZFC, z. B.) "möglich" ist.

"Jeder Versuch, eine Menge dieser Art zu bilden oder vorzustellen, muss
scheitern."

Nun ja, wenn es um das "bilden" geht, hat Schönflies wohl recht. [...] ABER
"vorstellen" kann man sich m. E. so eine Menge sehr wohl. Zumindest _ich_
kann das (denke ich). Was ist an der Vorstellung einer Menge

a = {a}

so schwierig? Ja, ok, es gilt dann

a e a ,

so what? Man kann nun natürlich darauf hinweisen, dass dann auch gilt

a e {{a}} ,
und
a e {{{a}}},

usw. usf. (ad infinitum), also in letzter Konsequenz

a e {{{...}}},

so what?

Dann ist das halt so. Ebenso gut (und m. E. mit gleichem Recht) könnte man
behaupten, dass "man" sich die unendliche Menge IN der nat. Zahlen nicht
vorstellen könne:

IN = {0, 1, 2, 3, ...}.

Zweifellos gelingt es niemandem, sich diese Menge _in conreto_ in ihrer
Gesamtheit "vorzustellen". (Irgendwelche Elemente der Menge IN bleiben
zweifellos _immer_ außerhalb unserer _konkreten_ Vorstellung von IN als
"Gesamtheit ihrer Elemente".)

Aber das ist letztlich -darauf sei hier explizit hingewiesen- eine
_psychologische_ Frage, diese ist für die logisch-mathematische Frage nach
der _logisch-mathematischen_ Möglichkeit einer solchen Menge irrelevant.
Und bezüglich der _logisch-mathematischen_ "Möglichkeit" dieser Menge hat
sich eben Schönflies, wie schon gesagt, geirrt. Immerhin zeigt sich hier m.
E., dass sich die Theorie durchaus in Übereinstimmung mit unserer diesbe-
züglichen Intuition befindet.

Mit der Allmenge ist das m. E. ähnlich. Was ist an der Vorstellung einer
Menge, die ALLE Mengen als Elemente enthält (oder überhaupt alle Objekte),
so problematisch? Wenn wenn es aber so eine Menge "gibt" (und sei es nur
als "hypothetisches" Objekt im Kontext einer mathematischen Theorie), dann
muss sie, als Menge, auch sich selbst enthalten. --- Wiederum im Wider-
spruch zur Behauptung Schönflies', dass es unmöglich sei, sich so etwas
"vorzustellen".

Was ich mir NICHT "vorstellen" kann, ist eine Menge M, die ein Element a
enthält und zugleich auch _nicht_ enthält. Vergleiche dazu die Punkte 1.
und 2. in Schönflies' Arbeit.

Nun meint er noch:

"Es genügt in dieser Hinsicht, auf die im Mengenbegriff steckenden
Grundeigenschaften hinzuweisen."

Das ist problematisch, da dieser Begriff ja nicht "a priori" gegeben ist,
sondern eigentlich durch uns selbst erst "geschaffen" wird.

Man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass die Axiome der ML im
wesentlichen den Versuch darstellen, diesen "Begriff" formal zu fassen.
(Bekanntlich gibt es heutzutage verschiedene Axiomatisierungen, die sich
sich mithin auf unterschiedliche "Mengenbegriffe" beziehen.)

Kurz von den "_im_ Mengenbegriff steckenden Grundeigenschaften" kann hier
wohl kaum -so unqualifiziert- die Rede sein. [...]

Wenn Schönflies also im Folgenden bestimmte Grundeigenschaften "des Mengen-
begriffs" anführt, dann sind das Eigenschaften SEINES Mengenbegriffs. Man
könnte das als eine Vorstufe zu einer (best.) Axiomatisierung ansehen:

"Also solche sind aufzuführen: 1. Die Menge ist verschieden von jeder ihrer
Teilmengen, insbesondere von jedem ihrer Elemente."

Hier ist anzumerken, dass Schönflies mit "Teilmenge" _echte Teilmenge_ (in
heutiger Terminologie) meint. Denn klarerweise ist die Menge M nicht
verschieden von der Teilmenge M von M.

Der Zusatz "insbesondere von jedem ihrer Elemente" formuliert hier gerade
das "zu Beweisende"... :-) Klar, wenn ich FORDERE, dass keine Menge sich
selbst als Element enthält, dann kann auch keine (solche Menge, d. h. keine
Menge, die dieser Forderung entspricht) sich selbst als Element enthalten.
Schlau! :-)

(Schlimm ist, dass Schönflies offenbar noch eine Menge, die aus genau einem
Element besteht als identisch mit diesem Element ansieht. Daher spricht er
hier von "insbesondere"; das ist natürlich aus heutiger Sicht Unsinn.)

Kurz: Schönflies formuliert hier das AXIOM

Ax(Menge(x) -> Ay(y c x v y e x -> y =/= x)) ,

welches (unmittelbar) impliziert:

Ax(Menge(x) -> x !e x).

"Keine Menge enthält sich selbst als Element."

Na fein. So what?

"2. Wenn irgendwelche Elemente zu einer Menge zusammengefaßt werden, so
bleiben sie sozusagen /begrifflich invariant./ Die Menge repräsentiert
daher einen /neuen/ Begriff, der zu den einzelnen Begriffen, die die Menge
konstituieren, noch hinzukommt."

Aha... Nun ja... alles ein wenig "unklar" würde ich sagen (insbesondere aus
heutiger Sicht). Allerdings kann man diese Ideen auch präzisieren - und man
HAT das auch schon getan. In der Tat erlaubt eine Mengenlehre, die nach
diesem Grundsatz "aufgebaut" ist, keine Mengen, die sich selbst als
Elemente enthalten.

"Deshalb kann es Mengen, die sich selbst als Element enthalten, nicht
geben."

Ja, klar: Wenn WENN ich diese FORDERUNGEN an eine best. Mengentheorie
stelle, dann kann es _in dieser Theorie_ keine Mengen geben, die sich
selbst als Elemente enthalten; aber DARÜBERHINAUS ist damit gar nichts
gezeigt, bewiesen. :-)

Allerdings ist sein Zirkel schon ein wenig komisch...
Erst stellt er ein Axiom auf, das im wesentlichen aus-
sagt: "Eine Menge ist verschieden von jedem ihrer Elemente."
Um dann daraus zu "schließen": "Deshalb kann es Mengen,
die sich selbst als Element enthalten, nicht geben."


Herbert

Herbert Newman
29.12.2008 - 02:49
Am Mon, 29 Dec 2008 02:08:40 +0100 schrieb Herbert Newman:


Kurz: Schönflies formuliert hier das AXIOM

   Ax(Menge(x) -> Ay(y c x v y e x -> y =/= x)) ,

welches (unmittelbar) impliziert:

   Ax(Menge(x) -> x !e x).

   "Keine Menge enthält sich selbst als Element."


Nun fährt Schönflies in seiner Analyse wie folgt fort:

"Die Russellsche Menge M aller Mengen m, die sich selbst nicht als Element
enthalten, ist daher nichts anderes, als die 'Menge aller Mengen'. Dies
sind zunächst wieder nur Worte; wir folgern aber sofort, daß auch diese
Worte keinen widerspruchsfreien Begriff darstellen können; denn hier liegt
der Widerspruch dem Vorstehenden gemäß auf der Hand. Die 'Menge /aller/
Mengen' würde nämlich - falls man sie dem Russellschen Schlußverfahren
gemäß so auffaßt, daß eines der Elemente der 'Menge' mit der 'Menge'
identisch sein soll - ebenfalls eine Menge darstellen, die sich selbst als
Element enthält, was ja unmöglich ist. Damit ist die Quelle des
Russellschen Paradoxons aufgedeckt."

Leider ist damit noch gar nichts aufgedeckt. Demgemäß gibt es heute Mengen-
lehren -z. B. Quines NF- in denen zwar (allem Anschein nach) die Russell-
sche "Menge" nicht mehr gebildet werden kann, in denen aber sehr wohl eine
Allmenge, also eine Menge aller Mengen, existiert. Allerdings gilt für die
Allmenge V in der Tat: V e V. D. h. diese enthält sich (als Menge) natür-
lich selbst als Element. (Das dies aber kein _grundsätzliches_ Problem ist,
habe ich in anderen Posts in diesem Thread erwähnt.)

Recht hat Schönfließ natürlich DAMIT, dass in einer Mengenlehre, die
Mengen, die sich selbst als Elemente enthalten, PER AXIOM ausschließt
(wie z. B. die ZFC), keine Allmenge existieren kann (falls die Theorie
konsistent ist).

Immerhin ist also seine obige Überlegung -bis auf den letzten Satz-
korrekt. (Unter der Annahme, dass er über eine Theorie spricht, in der
Mengen, die sich selbst als Elemente enthalten per Axiom ausgeschlossen
sind.)


Herbert

Herbert Newman
29.12.2008 - 03:19
Am Mon, 29 Dec 2008 02:49:34 +0100 schrieb Herbert Newman:


"Die Russellsche Menge M aller Mengen m, die sich selbst nicht als Element
enthalten, ist daher nichts anderes, als die 'Menge aller Mengen'. Dies
sind zunächst wieder nur Worte; wir folgern aber sofort, daß auch diese
Worte keinen widerspruchsfreien Begriff darstellen können; denn hier liegt
der Widerspruch dem Vorstehenden gemäß auf der Hand. Die 'Menge /aller/
Mengen' würde nämlich - falls man sie dem Russellschen Schlußverfahren
gemäß so auffaßt, daß eines der Elemente der 'Menge' mit der 'Menge'
identisch sein soll - ebenfalls eine Menge darstellen, die sich selbst als
Element enthält, was ja unmöglich ist. Damit ist die Quelle des
Russellschen Paradoxons aufgedeckt."


Eine weitere Anmerkung noch. In einer modernen Klassen/Mengentheorie (in
der es neben Klassen, die Mengen sind, auch noch sog. echte Klassen gibt),
ergibt sich folgendes:

Die Russellsche Klasse ist eine echte Klasse (und daher keine Menge),
sie enthält in der Tat alle Mengen, und ist daher, mit der Allklasse
(die ebenfalls eine echte Klasse ist) identisch. Da hier also M = V
eine _echte Klasse_ ist (und keine Menge) liegt auch kein Widerspruch
vor: als echte Klasse muss sich M bzw. V nicht selbst enthalten. :-)


Herbert

Herbert Newman
29.12.2008 - 03:48
Am 28 Dec 2008 22:02:23 GMT schrieb Klaus Stein:


4) kennt jemand Beispiele auf dem "wirklichen" Leben, die sozusagen ein
Modell für diese Idee sein könnten? [...]

[...] Meine Vorstellung von meinem Bewußtsein ist in meinem Bewußtsein, ...

Als Psychologe sollte Sponsel eigentlich den Wert dieser mathematischen
Theorie erkennen können. Siehe:

Mathematical Foundations of Consciousness
http://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/0810/0810.4339.pdf

Dieser Arbeit ist als Motto vorangestellt:

"One expects that logic, as a branch of applied mathematics, will not only
use existing tools from mathematics, but also that it will lead to the
creation of new mathematical tools, tools that arise out of the need to
model some real world phenomena not adequately modeled by previously known
mathematical structures."

(Jon Barwise im Vorwort zu Peter Aczels Buch: "Non-Well-Founded Sets")

Weiteres Zitat:

"1. Introduction

Analytic writing on mind and consciousness dates to Aristotle's De Anima
[...]. Yet to this day the phenomena of consciousness continue to elude
illuminating scientific characterization. We should not be surprised at
this since,

"A physical scientist does not introduce awareness (sensation or
perception) into his theories, and having thus removed the mind
from nature, he cannot expect to find it there." Schrödinger 1958

The self-referential qualities of consciousness place it outside
conventional logic(s) upon which scientific models and frameworks have
heretofore been constructed.
However more contemporary mathematical development has begun to deal with
features of self-reference. We shall address Schrödinger's critique by
assembling and extending such development thereby putting self-reference as
a form of awareness into theory. In this way we shall frame mathematical
foundations for a theory of consciousness. Then as an application to a
neural network model of brain circuitry, we shall exhibit a theory of
consciousness using these foundations."


Herbert

Ingo Menger
29.12.2008 - 15:11
On 28 Dez., 21:23, Rudolf Sponsel <rudolf-spon...@sgipt.org> wrote:

4) kennt jemand Beispiele auf dem "wirklichen" Leben, die sozusagen ein M=
odell
für diese Idee sein könnten? Enthält z.B. dieses Posting z.B. sich =
selbst oder
enthalten 10g Zucker sich selbst?

Es kommt auf die Definition von "sich enthalten" an. Wenn man z.B.
sagt:
- Ein Programm, das seinen eigenen Quellcode übersetzen kann und somit
eine formale Definition der Sprache, in der es geschrieben ist,
darstellt, enthält sich selbst
dann enthalten sich die meisten Compilerprogramme höherer
Programmiersprachen selbst.

Es gibt auch Spielereien wie Automaten (Zeichenketten), die, wenn man
sie in gewisser Weise interpretiert, "sich selbst" erzeugen. Man
könnte dann mit gewisser Berechtigung sagen, der Automat enthalte
mindestens mal die Beschreibung seiner selbst.
4hnliches trifft für biologische Wesen zu, die ja ihren eigenen
Bauplan enthalten.

Rudolf Sponsel
29.12.2008 - 17:15
Klaus Stein schrieb:
Rudolf Sponsel <email@anonym; wrote:
2) kennt jemand eine Rechtfertigung, Erklärung oder Begründung für diese
Idee, dass es auf der Welt irgend etwas geben könnte, das sich selbst
enthält?

3) Zu was braucht die ML diese Idee? Gibt es auch eine ML ohne diese Idee?

Für mich ist die Frage falschrum gestellt. Ich fange nicht an, mir eine
Menge auszudenken, die sich selbst enthält, sondern ich fange ganz naiv an
und sage mir: wenn ich so ein paar Mengen habe, die irgendwas enthalten,
sagen wir, A eine Menge von 4 Äpfeln, B die Menge, die die Zahlen 23 und 42
enthält und die Menge C, die zwei Tassen Kaffee enthält, die wir gemeinsam
trinken könnten.

Naja, und dann könnte ich mir eine Menge D vorstellen, die die Mengen A und
B enthält (das ist eine andere Menge als die Menge E, die die Elemente aus A
und B enthält, D = {A, B} und E = A u B). Und nun könnte ich mir eine Menge
F vorstellen, die D und C enthält usw. Und nun kann ich sagen: X ist die
Menge, die alle zweielementigen Mengen enthält, und Y ist die Menge, die
alle Mengen enthält, die mindestens eine Menge enthalten usw.

Und nun sag ich: Z ist die Menge, die alle Mengen enthält, die ich aus
obigen Mengen A, B, C durch (beliebige) Vereinigungen oder Enthalten-sein
basteln kann. Und da stellt sich ganz natürlich die Frage: ist Z in Z
enthalten? Denn Z kann ich ja augenscheinlich so bauen.
Und was ist mit Y? ist Y in Y drin?

D.h. sobald ich anfange zu erlauben, daß Mengen in anderen Mengen enthalten
sind (und das kennen wir in der Realität aus Postbeuteln die in Postbeuteln
versackt bzw. in Postsäcken verbeutelt sind), entsteht letztlich die Frage,
ob bestimmte Mengen gebildet werden können oder nicht.

Genau. Mir stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage: Ist eine Aussage wie
Jede Menge enthält sich selbst als Teilmenge sinnvoll oder "bastelt" man da
ein widerspruchsvolles Konzept? Sollte jemand dies bejahen, räumt jemand m.E.
ein, dass etwas sich selbst enthalten kann. Doch nicht alles, was so
"gebastelt" wird, muss brauchbar sein.

4) kennt jemand Beispiele auf dem "wirklichen" Leben, die sozusagen ein
Modell für diese Idee sein könnten? Enthält z.B. dieses Posting z.B. sich
selbst oder enthalten 10g Zucker sich selbst?

Es gibt Computerprogramme, die ihren eigenen Sourcecode ausgeben (Hunderte
Beispiele in vielen Programmiersprachen). Meine Vorstellung von meinem
Bewußtsein ist in meinem Bewußtsein, ...


Danke für die Beispiele.

Was ist genau das "Selbst" des C-Prg? Ich nehme an der Code in Verbindung mit
geeigneten Maschinen. Und dieser, ich nenne ihn mal Ursprungscode, Code-U,
erzeugt in der Ausgabe, wenn man das Programm "laufen" lässt, eine Kopie von
Code-U. Würde mich mal ein einfaches Beispiel interessieren.

Eine Vorstellung des Bewusstseins (BeWu) findet sich zwar im BeWu, IST aber
nicht das BeWu, sondern eben eine blosse Vorstellung.

Klaus

Rudolf





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