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Statistiken

Otto
06.09.2007 - 11:16
http://www.neue-medizin.com/krebssch.htm

"Beispiel: Die 5-Jahres-UEberlebensrate bei Prostata-Krebs stieg von
43% in 1954 auf 93% in 1995. Jedoch stieg die Mortalitaetsrate, die
Zahl der Patienten pro 1000, die an Prostatakrebs sterben, in der
gleichen Zeit um 10% an.
Welch, ein Arzt aus dem Department of Veterans Affairs Hospital in
White River Junction, Vt., und Professor an der Dartmouth Medical
School, sagte, dass der Anstieg der UEberlebensraten ueberwiegend auf
fruehzeitigere Diagnosen des Krebses, nicht auf Fortschritte in der
Behandlung zurueckzufuehren sei.
Der UEberlebenszeitraum beginnt stets mit dem Tag der Diagnose, daher
sieht es so aus, als wuerden die Menschen laenger leben, waehrend
viele davon in Wirklichkeit nur frueher von ihrer Krebserkrankung
erfahren, sagte Welch.

Beispiel: Wenn bei einem Mann mit 75 Jahren Prostatakrebs
diagnostiziert wird, und er mit 78 Jahren stirbt, ist die 5-jaehrige
UEberlebensrate Null; wenn ein anderer Mann mit 73 dieselbe Diagnose
bekommt und er ebenfalls mit 78 stirbt, ist die Rate 100%. Beide
Maenner haben den Krebs zur gleichen Zeit bekommen, a
er einer wurde
frueher diagnostiziert und schien eine bessere 5-Jahres-
UEberlebenschance zu haben, obwohl am Ende das erreichte Alter
dasselbe war.
"Wir wissen, dass die 5-jaehrige UEberlebensrate immer ansteigt, wenn
wir den Krebs frueher in Patienten entdecken koennen. Ob diese
Patienten aber auch ihren Tod hinauszoegern koennen, ist eine ganz und
gar andere Frage", erklaerte Welch. Er fuegte hinzu, dass diese
Erkenntnisse nicht bedeuten, dass es keinerlei Fortschritte in der
Krebsbehandlung gebe, oder dass die Frueherkennung abgeschafft werden
sollte. "Unsere Resultate moechten wir nicht so verstanden wissen,
dass es keinen echten Fortschritt in der Krebsbehandlung gegeben
haette. Vielmehr behaupten wir, dass eine steigende 5-Jahres-
UEberlebensrate fuer einen bestimmten Tumor nicht eine tatsaechliche
Verringerung des Leidens reflektiert und daher nicht als Beweis fuer
eine verbesserte Praevention oder Therapie geeignet ist", schrieben
die Autoren. Welch sagte auch, dass die OEffentlichkeit und die Medien
skeptischer gegenueber solchen Erkenntnissen sein sollten, die nur auf
der Analyse von UEberlebensraten beruhten"

Ottlieb





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