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Die Wendung ins Menschliche
Jon J Panury
02.12.2008 - 20:43
02.12.2008 - 20:43
Ein Tier oder eine Pflanze ist eine bewusstlose chemische Maschine,
die nach darwinistischen Gesetzmäßigkeiten ihre Fortexistenz
"organisiert".
Diese Darwin-Maschine hat die Form Homo sapiens hervor gebracht,
Träger eines wiederum darwnistisch organisierten und organisierenden
Kosmos: des menschlichen Gehirns.
Dieses Gehirn nun "will", nach und nach, die Regie übernehmen des
darwinistischen Prozesses: Es negiert - dem Wunsche nach - die
Existenz jeglicher darwinistischer Prozesse außer seiner selbst.
Die menschliche "Unternehmung" schlechthin ist die "Arbeit" an dieser
Abschaffung des somatischen Teils der Darwin-Maschine. Das walten die
menschlichen, idealen Triebe:
Akzeleration
Miniaturisierung
Kommunikation
was schließlich, als "Zweck" der Übung, auf Ubiquitarität hinaus
läuft.
[Man kann jetzt noch diskutieren, ob nicht die drei genannten
(ausgerechnet wieder *drei* - °grummel°!) auf einer bestimmten
"Ableitung"sstufe zusammen fallen, oder anders gesagt: "allotrope
Modifikationen" des eigentlich Selben seien.]
In allen Gottes- und Allmacht-Mythen präfiguriert (und externalisiert)
das menschliche Gehirn sein "Ziel". Die Universalität dieses Mythos
ist gleichsam das Verdikt übers Menschliche.
Daher immer - gelegentlch - mein feiler Bescheid, dass, wer Gott
schauen wolle, nichts zu tun habe, als vor einen Spiegel zu treten.
JJ
Wolfram Heinrich
02.12.2008 - 21:12
02.12.2008 - 21:12